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72 Jahre nach Hitzeschlacht 12 Tore dürften es in Kansas City kaum werden

Vor 72 Jahren bestritt die Schweiz letztmals an einer WM einen Viertelfinal. Es war ein denkwürdiges Spiel.

1954 wurde in Basel die Uefa gegründet, in Ascona die erste Minigolf-Anlage eröffnet sowie in der NBA die «Shot Clock» eingeführt. Und in Lausanne bestritt die Nati ihren bis dato letzten WM-Viertelfinal.

Es war eine denkwürdige Partie, welche die 35'000 Zuschauer im Lausanner Olympiastadion zu sehen bekamen. Die Begegnung zwischen der Schweiz und Österreich ging als «Hitzeschlacht von Lausanne» in die Fussball-Geschichte ein und sie ist mit 12 Toren bis heute die torreichste WM-Begegnung aller Zeiten.

Vor der Pause 9 Tore binnen 23 Minuten

Bei Temperaturen um die 40 Grad Celsius entwickelte sich eine verrückte erste Halbzeit. Nach 19 Minuten und 3 Treffern binnen 3 Minuten führte die Schweiz 3:0. Doch Österreich antwortete mit 5 Toren bis zur 34. Minute. Nach einem Goal von Robert Ballamann (39.) gingen die Teams mit einem 4:5 in die Pause.

Mehrere Fussballspieler während eines Spiels auf einem Feld, mit einer Anzeigetafel im Hintergrund.
Legende: Da war die Welt für die Schweiz noch in Ordnung Nach 20 Minuten lagen die Gastgeber mit 3:0 in Führung. Keystone/STR

Nach dem Seitenwechsel lautete die Torfolge 4:6 – 5:6 – 5:7. Mehrere Akteure erlitten während der Partie, so kann man es nachlesen, einen Hitzeschlag. Weil damals noch keine Ein- und Auswechslungen erlaubt waren, mussten die Spieler bis zum Ende durchbeissen.

Auch in Kansas City wird es heiss

Die Schweizer trauerten der Niederlage noch lange nach. Sie hatten vor Heimpublikum eine 3:0-Führung hergegeben und in Lausanne die goldene Gelegenheit auf eine WM-Halbfinal-Qualifikation verstreichen lassen.

Live-Hinweis

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Den WM-Viertelfinal zwischen Argentinien und der Schweiz sehen Sie am Donnerstag ab 1:30 Uhr live auf SRF zwei und in der Sport App. Der Anpfiff erfolgt um 3 Uhr.

72 Jahre später steht die Schweiz rund 8000 km westlich in Kansas City (USA) erneut im Viertelfinal. Gegner wird in der Nacht auf Sonntag Argentinien sein. 12 Tore dürften es heuer kaum werden.

Und auch Hitzeschläge sind eher unrealistisch. Zwar dürften die Temperaturen bei Spielbeginn um 20:00 Uhr (Ortszeit) noch immer um die 30 Grad betragen. Doch im Gegensatz zu 1954 gibt es längst Ein- und Auswechslungen – sowie seit Neuestem «Hydration Breaks».

SRF zwei, sportlive, 7.7.26, 22:00 Uhr ; 

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