Es ist in San Diego aktuell DIE bestimmende Frage rund um die Schweizer Nati: Soll Johan Manzambi nach seinen zwei Toren im 2. Gruppenspiel für Spiel 3 gegen Kanada in die Startformation rücken?
Beni Huggel findet: Ja! «Er hätte es sich verdient. Es ist absolut eine valable Option, ihn von Anfang an zu bringen. Er hat 2 Tore geschossen und bewiesen, dass er auf diesem Niveau Spiele entscheiden kann», erklärt er.
Manzambis Tore gegen Bosnien-Herzegowina
Neue Position?
Der SRF-Experte würde Manzambi indes nicht als rechten Flügelspieler wie gegen Katar und Bosnien-Herzegowina ins Team stellen. «Wenn Murat Yakin ihn bringen will, dann würde ich ihn hinter der Spitze aufstellen», findet er.
Neben der guten Form spricht weiter für das 20-jährige Juwel, dass es aus seinem Klub Freiburg gewohnt ist, unter einem Trainer zu spielen, dem Struktur und Disziplin wichtig sind. Huggel bewertet deshalb das Risiko, Manzambi gegen Kanada von Anfang an einzusetzen, als gering.
Angst vor roten Karten?
Huggel kann aber auch die anderen Stimmen verstehen, die weiterhin auf die Power von Manzambi setzen würden, wenn er von der Bank kommt. 4 seiner 5 Nati-Tore konnte der Genfer als Joker erzielen. «Er ist ein super Einwechselspieler. Und wenn er von Anfang an spielt, ist diese Option halt weg.» Es gäbe für den SRF-Experten indes in der Nati auch andere Kandidaten, die Manzambis Joker-Rolle ausfüllen und ein Spiel entscheiden könnten: «Fabian Rieder, Ruben Vargas, Noah Okafor, Zeki Amdouni», zählt er auf.
Interessant ist der letzte Punkt, den Huggel einwirft: In seiner ersten kompletten Bundesliga-Saison kassierte Manzambi vier gelbe und zwei rote Karten, «weil er zu ungestüm in einen Zweikampf gegangen ist. Das könnte in Yakins Augen gegen ihn sprechen.»
Wie auch immer sich Yakin für die Partie am Mittwoch entscheiden wird, eines ist klar: Die Nati kann sich glücklich schätzen, ein derartiges Talent in ihren Reihen zu wissen.