Von San Diego kommend erreichte die Nati nach knapp dreistündigem Flug am frühen Montagabend Vancouver. Nach drei Wochen im kühlen Kalifornien (mehr als 23 Grad herrschten nie) war nicht nur die Temperatur (am Mittwoch werden noch einmal 28 Grad erwartet, bevor das Wetter umschlägt) eine willkommene Abwechslung. Anders als in den USA sieht man hier viel Grün, die North Shore Mountains sind in Sichtweite – man fühlt sich der Schweiz näher.
Doch um Sightseeing geht es der Nati hier nicht: Wenn sie am Mittwochmittag Lokalzeit auf Co-Gastgeber Kanada trifft, geht es um den Gruppensieg. Rang 1 würde bedeuten, dass auch der Sechzehntel- und ein möglicher Achtelfinal mit Schweizer Beteiligung in der 650'000-Einwohner-Metropole stattfinden.
Schweizer Ingenieurskunst im Dach
Gespielt wird im BC Place. Das Stadion wurde bereits 1983 eröffnet und 2009 und 2011 umfassend renoviert. Nachdem das Stadion zu Beginn eine geschlossene Hülle aufwies, wurde es nach einem Schaden weitgehend verändert: Heute kann das Dach dank hochfester Seile und Verbindungskonstruktionen einer Schweizer Firma eingefahren werden. In der Mitte des Spielfelds thront der übergrosse Videowürfel.
Grossanlässe sind hier keine Seltenheit: 2010 fanden die Eröffnungs- und Schlussfeier der Olympischen Winterspiele im BC Place statt, 2015 zahlreiche Partien der Frauen-WM. Volle Ränge gibt es regelmässig bei Konzerten. So füllten 65'000 Fans 2023 bei einem Konzert von Ed Sheeran den BC Place und sorgten für die Rekordkulisse.
Revanche für die Frauen?
Bei der WM 2026 sind 52'497 Zuschauer zugelassen. Neben den beiden oben erwähnten K.o.-Spielen finden auch fünf Gruppenspiele in Vancouver statt. Die drei bisherigen Partien waren alle ausverkauft. Aus Schweizer Sicht bleibt vor allem eine Erinnerung: An der Frauen-WM vor 11 Jahren scheiterte die Nati im Achtelfinal mit 0:1 an den Gastgeberinnen. Am Mittwoch bietet sich den Männern die Chance, es besser zu machen.