Zum Inhalt springen

Header

Zur Übersicht von Play SRF Audio-Übersicht

Erkenntnisse präsentiert Technische Studiengruppe der Fifa: WM-Aufstockung ein Erfolg

Die technische Studiengruppe der Fifa rund um Arsène Wenger und Pascal Zuberbühler ist zufrieden mit dem Turnier.

Nach Ansicht der technischen Studiengruppe der Fifa war die Aufstockung des WM-Teilnehmerfelds von 32 auf 48 Mannschaften ein Erfolg. Befürchtungen, dass das XXL-Turnier für einige kleinere Teams zu einem Desaster werden könnte, hätten sich nicht bestätigt, meinte der frühere Startrainer Arsène Wenger bei einer Medienkonferenz im Final-Stadion von East Rutherford. Die Qualität dieser WM sei «sehr hoch» gewesen.

Der Unterschied zwischen den vermeintlich grossen und kleinen Teams werde geringer, erklärte Wenger. Als Beispiel nannte er Aussenseiter Kap Verde, der beim WM-Debüt die Sechzehntelfinals erreichte und dort erst nach Verlängerung gegen Argentinien verlor.

Sechs Männer hinter einem Tisch mit FIFA-Weltmeisterschaft 2026-Dekorationen.
Legende: Die technische Studiengruppe Pablo Zabaleta, Pascal Zuberbühler, Arsène Wenger, Jürgen Klinsmann, Gilberto Silva und Michael O'Neill (v.l.n.r.). IMAGO / Agencia EFE

Regeländerungen haben sich bewährt

Die technische Studiengruppe, der auch der ehemalige Nati-Goalie Pascal Zuberbühler angehört, hat die Spiele der WM in den USA, Kanada und Mexiko ausführlich analysiert. Die erfassten Daten würden zeigen, dass sich einige Regeländerungen bewährt hätten, erklärte Wenger. Viele Abstösse vom Tor seien schneller ausgeführt worden, die Anzahl medizinischer Interventionen sei zurückgegangen. Die Schiedsrichter waren vor dem Turnier angehalten worden, entsprechende Verzögerungen zu unterbinden oder im Zweifelsfall zu ahnden.

Die Anzahl der Weitschusstore habe sich im Vergleich zur WM in Katar vor vier Jahren verdoppelt, rechnete die Gruppe vor. «Wir haben gesehen, dass viele Teams tief verteidigt haben und schwer zu durchbrechen waren», erklärte Jürgen Klinsmann dazu. Er könne sich vorstellen, dass viele Mannschaften in Zukunft «diesen tiefen Block kopieren» würden – auch auf Vereinsebene.

Torhüter beherrschen den Strafraum

Im Durchschnitt würden die Teams ohne Ballbesitz auch länger in einer tiefen Verteidigung verharren als noch bei der WM 2022, hiess es weiter. Schnelles Umschaltspiel sei gefragt. Torhüter würden öfter die Linie verlassen und Bälle mit der Faust abwehren, war eine weitere Erkenntnis. Das liege auch daran, dass sie besser geschützt würden, meinte Zuberbühler.

Mögliche Auswirkungen der vieldiskutierten Trinkpausen werde man nach dem Turnier noch einmal ausführlich analysieren, kündigte Wenger an. Der Franzose räumte ein, dass sie nicht überall auf Zustimmung gestossen seien. Seinem Eindruck nach hätten sie die Ergebnisse aber nicht sonderlich beeinflusst.

FIFA WM 2026

SRF zwei, Sportlive, 14.07.2026, 21:00 Uhr ; 

Meistgelesene Artikel