Die WM 2026 ist bislang das Turnier der Superstars. Lionel Messi ist nun WM-Rekordtorschütze und nährt die argentinischen Hoffnungen auf den nächsten Titel. Vinicius Junior trägt die Brasilianer durchs Turnier – und auch Erling Haaland trifft bei seiner Premiere wie am Laufmeter.
Kylian Mbappé ist Messi dicht auf den Fersen, Lamine Yamal hat sich beim zweiten Gruppenspiel auf der Weltbühne angemeldet, Cristiano Ronaldo steht nach dem enttäuschenden Auftakt schon bei zwei Turniertoren und Ousmane Dembélé schoss zuletzt Norwegen mit einem Hattrick ab.
Gegen Ghana blass
Für Harry Kane gelten die Lobeshymnen nur mit Abstrichen: Zwar legte der 32-Jährige ähnlich furios los wie seine Branchenkollegen. Beim 4:2-Auftaktsieg gegen Kroatien traf der Bayern-Stürmer doppelt. Doch beim 0:0 gegen Ghana blieb Kane ebenso vieles schuldig wie seine englischen Teamkollegen. Sein Fehlschuss in der Schlussphase aus wenigen Metern war sinnbildlich für einen missratenen Auftritt der «Three Lions».
Wirkliche Konsequenzen hatte die Nullnummer für England keine. Vor dem abschliessenden Duell mit dem bereits ausgeschiedenen Panama grüsst der Weltmeister von 1966 von der Spitze. Für den Gruppensieg reicht unter Umständen bereits ein Remis.
Drei Tore gegen Panama
Für die Skeptiker in der Heimat, für die nur der Titel gut genug ist, wäre ein solches allerdings Wasser auf die Mühlen. Insbesondere Kane dürfte es an Motivation aber nicht mangeln. Mit dem Doppelpack gegen Kroatien hat er zu Englands WM-Rekordtorschütze Gary Lineker aufgeschlossen, nun winkt ihm die alleinige Spitze.
Drei seiner zehn WM-Treffer hat Kane übrigens gegen Panama erzielt. Den damaligen WM-Debütanten fertigte England vor acht Jahren in Russland in der Gruppenphase mit 6:1 ab. Zweimal war Kane vom Punkt erfolgreich, einmal per unfreiwilligem Ablenker.