Nur noch wenige Stunden dauert es, bis die Fussball-WM 2026 auch für die Nati beginnt. Zum Start trifft die Mannschaft von Murat Yakin in der Gruppe B auf den nominell schwächsten Gegner Katar. Während die Spieler «den Gegner nicht unterschätzen» wollen, wird SRF-Experte Beni Huggel konkreter. Er nennt 3 Punkte, die die Schweizer zum WM-Auftakt beherzigen müssen:
- Geduld: «Die Schweiz muss gegen Katar geduldig agieren. Damit meine ich, dass sie den Ballbesitz geduldig ausspielt und nicht zu früh riskante Pässe probiert. So kann sie den Gegner müde spielen, attackieren, wenn es darauf ankommt, und sich Chancen herausspielen.»
- Disziplin: «Gegen eine Mannschaft, die sehr tief stehen und auf Konter setzen wird, muss man diszipliniert sein. Das heisst, dass man die Räume zumacht und gerade auch bei Standardsituationen diszipliniert steht. Und zu guter Letzt bedeutet das auch, dass man keine unnötigen gelben oder roten Karten holt.»
- Mentalität: «Was es wirklich braucht, ist Siegeswille, Laufbereitschaft und den unbändigen Glauben daran, dass man gewinnen kann. Gegen Katar muss man gewinnen – aber gerade gegen solche Gegner muss man mit 100 Prozent in die Zweikämpfe gehen und bereit sein, mehr zu laufen als der Gegner. Das hat die Schweiz im letzten Test gegen Australien ein wenig vermissen lassen, da braucht es definitiv eine Steigerung.»
Wer wird Mister X?
Geht es um die Aufstellung, tappt auch Huggel noch im Dunkeln. Sollte Nati-Coach Yakin den Spielern, die die WM-Qualifikation unter Dach und Fach gebracht haben, vertrauen, dürfte die Stammelf stehen. Eine spannende Rolle schiebt Huggel indes Johan Manzambi zu.
Das 20-jährige Mega-Talent musste in der Nati in Ernstkämpfen bislang zwar hinten anstehen. Er überzeugte aber vor allem bei seinen Joker-Einsätzen im letzten Herbst und auch im Klub – und begann zuletzt sowohl gegen Jordanien als auch gegen Australien. «Manzambi könnte deshalb überraschend in der Stammelf stehen.»