- Deutschland dreht in der Gruppe E gegen die Elfenbeinküste einen 0:1-Rückstand und siegt 2:1.
- Den Siegtreffer erzielt der eingewechselte Deniz Undav in der 94. Minute.
- Dank dem 2. Sieg im 2. Spiel stehen die Deutschen vorzeitig in den Sechzehntelfinals.
In den Schlussminuten überschlugen sich in Toronto die Ereignisse. Deutschland und die Elfenbeinküste lieferten sich beim Stand von 1:1 einen offenen Schlagabtausch. Die Folge: Chancen hüben wie drüben. In der 88. Minute hatte der eingewechselte Simon Adingra den Matchball auf dem Fuss. Doch die Ballannahme des Ivorers war schlecht und die Chance vertan. Ein Direktschuss wäre die bessere Option gewesen.
Unmittelbar im Gegenzug sah Nathaniel Brown seinen platzierten Abschluss von Yahia Fofana pariert. In der 91. Minute liess auch Teamkollege Nadiem Amiri das 2:1 liegen. Doch die DFB-Elf hatte ja noch Deniz Undav. Der Edeljoker, der bereits den Ausgleich geschossen hatte, wurde in der 94. Minute von Felix Nmecha im Strafraum angespielt, nahm den Ball gekonnt an und beförderte ihn in die Maschen.
Der deutsche Jubel kannte keine Grenzen. Das 2:1 war gleichbedeutend mit dem 2. Sieg im 2. Spiel und der vorzeitigen Qualifikation für die Sechzehntelfinals. Die Spieler der Elfenbeinküste haderten hingegen mit ihrem Schicksal. Aufgrund des Gezeigten hätten sie im Minimum ein Remis verdient.
Zwei deutsche Tore aberkannt
Deutschland hatte die 1. Halbzeit mehrheitlich bestimmt und sich auch einige vielversprechende Chancen herausgespielt. In der 21. und der 39. traf die Equipe von Julian Nagelsmann auch ins Tor (durch Aleksandar Pavlovic und Kai Havertz), doch beiden Treffern war ein Foulspiel vorausgegangen.
Zwischen diesen beiden Toren traf auch die Elfenbeinküste – und dieses Goal zählte. Nach einem Angriff über die linke Seite passte Leipzigs Yan Diomande in die Mitte. Einen ersten Abschluss blockte Brown spektakulär. Doch Franck Kessié versenkte den Nachschuss zum 1:0 (30.). Mit diesem Spielstand ging es in die Pause.
Nagelsmann macht den Yakin
Nagelsmann schien in der Kabine nicht die richtigen Worte gefunden zu haben. Denn die Elfenbeinküste dominierte die ersten Minuten nach Wiederanpfiff und kam zu einigen vorzüglichen Chancen. Deutschland konnte von Glück reden, dass es beim knappen Rückstand blieb.
In der 60. Minute wechselte Nagelsmann – ähnlich wie Nati-Coach Murat Yakin am Donnerstag etwas später im Spiel – den Sieg ein. Bei einem Dreifachwechsel kamen unter anderem Undav und Amiri aufs Feld. Und diese beiden Spieler waren es, die acht Minuten später für das 1:1 besorgt waren. Eine herrliche Flanke Amiris schoss Undav aus fünf Metern ins Tor. Bereits im 1. Spiel gegen Curaçao hatte der Stuttgart-Stürmer als Joker getroffen.
So geht es weiter
Am 3. Spieltag in der Gruppe E trifft am am kommenden Donnerstag Deutschland in New York auf Ecuador und die Elfenbeinküste in Philadelphia auf Curaçao. Beide Partien werden um 22:00 Uhr Schweizer Zeit angepfiffen und sind live zu sehen bei SRF.