- Ecuador und Curaçao trennen sich in der WM-Gruppe E in Kansas City mit 0:0.
- Die Südamerikaner rennen 90 Minuten lang vergebens an. Curaçao-Goalie Eloy Room pariert 15 (!) Schüsse.
- Es ist der erste WM-Punkt überhaupt für den Karibikstaat.
- Im anderen Spiel der Gruppe schlägt Deutschland die Elfenbeinküste.
Als in Kansas City der Schlusspfiff erklang, fielen sich die Spieler und Fans von Curaçao jubelnd in die Arme. Der Karibikstaat hatte soeben das 0:0 gegen den haushohen Favoriten aus Ecuador über die Zeit gerettet – der erste Punkt an einer Weltmeisterschaft war perfekt. Was es dem Team von Dick Advocaat bedeutete, war auf dem Platz nur allzu gut ersichtlich.
Die teilweise zu Tränen gerührten Spieler feierten das historische Remis mit den Fans. Auf der anderen Seite zogen die Ecuadorianer konsterniert von dannen. 90 Minuten lang waren die Südamerikaner das bessere Team gewesen. 15 Mal brachten sie einen Abschluss auf das gegnerische Tor – jedes Mal parierte der überragende Goalie Eloy Room.
Room wird zum Held einer ganzen Nation
Der 37-Jährige war der unbestrittene Mann des Spiels im Arrowhead-Stadion. Praktisch von der ersten bis zur letzten Minute war Room gefordert. Ein erstes Mal parierte er gut zwei Minuten nach dem Anpfiff gegen den ungehindert auf ihn zulaufenden Enner Valencia.
In ähnlichem Stil schritt die Partie voran. Allein im ersten Durchgang hatte Ecuador 75 Prozent Ballbesitz und sechs Schüsse aufs Tor. Nach dem Seitenwechsel vermochte das Team von Sebastian Beccacece gar noch eine Schippe draufzulegen.
3,05 xG, aber nie zappelt das Netz
Die Überlegenheit der Südamerikaner wurde immer drückender, die Schlinge zog sich immer mehr zu. Nur einer blieb während jeder noch so brenzligen Situation ganz cool: Goalie Room. Egal, ob gegen wuchtige Kopfbälle Valencias oder einen strammen Distanzschuss von Pedro Vite. Der beim Miami FC spielende Room liess Ecuador Mal für Mal verzweifeln.
Gegen die Fifa-Weltnummer 83 kam Ecuador schliesslich auf 3,05 erwartete Tore (xG). Trotzdem endete die Partie ohne Tor. Die mangelnde Chancenauswertung könnte dem Beccacece-Team das Weiterkommen kosten. Gegen Deutschland, das bereits als Gruppensieger feststeht, muss Ecuador nun gewinnen.
So geht es weiter
Die abschliessenden Spiele der Gruppe A finden parallel am nächsten Donnerstag ab 22 Uhr Schweizer Zeit statt. Ecuador trifft in New York auf Deutschland, Curaçao in Philadelphia auf die Elfenbeinküste.