Rodri trug den Goldpokal vorsichtig wie ein Baby, als der Captain und die anderen WM-Helden nach der Ankunft in Madrid das Flugzeug verliessen und wieder spanischen Boden betraten. Ein kurzes Gruppenfoto vor dem Flieger – und schon ging es mit dem Bus weiter.
Der Feier-Marathon liess den müden, aber überglücklichen Weltmeistern kaum Zeit, den verdienten Finalsieg gegen Argentinien mit all seinen emotionalen Begleiterscheinungen so richtig zu verarbeiten.
Cucurella: «Haben eine gute Feier verdient »
Am frühen Abend empfing König Felipe VI. das Team. Die Spieler hatten für den festlichen Akt ihre Trainingsklamotten gegen Anzüge getauscht. Danach wollte Ministerpräsident Pedro Sanchez die Weltmeister persönlich begrüssen, ehe die Spieler im offenen Bus durch Madrid fuhren. Bei der Parade im offenen Bus durch das Zentrum der Metropole und anschliessend auf dem Cibeles-Platz bejubelten über eine Million begeisterter Menschen ihre Helden.
«Wir freuen uns wirklich sehr, nach Spanien zu kommen. Viele Leute konnten hier nicht dabei sein und wir wollen mit allen feiern», hatte Linksverteidiger Marc Cucurella vor dem Abflug gesagt. «Ich denke, wir haben uns eine gute Feier verdient.»
Alcaraz mittendrin
Schon unmittelbar nach dem 1:0 nach Verlängerung gegen Argentinien um den weitestgehend unsichtbaren Superstar Lionel Messi hatten die Spanier die grosse Titel-Party gestartet. Lamine Yamal tollte auf dem Rasen mit seinem drei Jahre alten Bruder Keyne herum und posierte dann mit dem spanischen Tennis-Ass Carlos Alcaraz für ein Erinnerungsfoto.
In der Kabine wurde es dank lauter Musik und riesiger Champagnerflaschen feuchtfröhlich, und später ging die Party vor den Toren New Yorks weiter. «Wir haben einfach gefeiert – so, wie es ein Weltmeister macht», berichtete Dani Olmo.