Den ersten Paukenschlag in Sachen WM gab es für die Schweizer Nati bereits vor der Einreise in die USA: Breel Embolo konnte wegen Problemen mit dem ESTA nicht plangemäss fliegen.
Es ist vor dem grossen Turnier in den USA, Mexiko und Kanada nur ein Beispiel für Fragezeichen bei der Einreise. Besonders gross ist die Unsicherheit beim Kongo und dem Iran. Aus verschiedenen Gründen.
Kongo und die Ebola-Angst
Der Ausbruch des Ebolavirus in Zentralafrika brachte die Regierungen der Gastgeber-Länder Ende Mai dazu, Einreisebeschränkungen für Menschen mit Aufenthalten im Kongo, in Uganda oder dem Nachbarland Südsudan einzuführen.
Die Mannschaft des Kongo will ihr Quartier in der US-Metropole Houston aufschlagen. Wenn das Team in die USA einreisen wolle, müssten sich alle Mitglieder für drei Wochen in einer «Blase» isolieren, sagte zuletzt der WM-Verantwortliche des Weissen Hauses, Andrew Giuliani.
Dass die Teilnahme der Mannschaft aber offenbar am seidenen Faden hängt, wurde am Dienstag deutlich. Das für Dienstag kommender Woche geplante Testspiel gegen Chile im spanischen La Linea wurde abgesagt. Der Bürgermeister begründete seine Entscheidung mit «gesundheitlicher Vorsicht» und folgte damit den Empfehlungen des Gesundheitsdienstes der Regionalregierung von Andalusien.
Iran und der Krieg
Auch hinter dem Antreten des Iran stehen als Folge des Krieges mit den USA nach wie vor Fragezeichen. Zwar plant die Delegation ihre Einreise nach Mexiko für den kommenden Sonntag und hat die Genehmigung Mexikos am Mittwoch erhalten. Doch die Spieler warten weiterhin auf ihre US-Visa.
Die geopolitische Lage hatte die Iraner gezwungen, ihr ursprünglich in Tucson (Arizona) geplantes Quartier kurzfristig nach Tijuana (MEX) zu verlegen. Die Vorrundenpartien der Iraner finden allerdings in den USA statt.