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Mit «Copy-Paste» zum Sieg 2026 Spaniens fast unheimliche Parallelen zum 1. WM-Titel 2010

Nach 2010 ist Spanien zum 2. Mal Weltmeister. Der Titel an der WM 2026 weist viele Ähnlichkeiten zum Triumph von Südafrika auf.

Zwei Fussballspieler auf dem Spielfeld, die jubeln.
Legende: Schossen Spanien jeweils ins Glück Ferran Torres 2026 (links) und Andres Iniesta 2010. Howard Smith_ISI Photos_ISI Photos/Pressefoto Ulmer/Getty Images.

Nicht wenigen dürfte es am Sonntagabend vorgekommen sein, als hätten sie diesen Film schon einmal gesehen. Spanien holte dank einem 1:0-Sieg nach Verlängerung den 2. WM-Titel. Bereits beim 1. Triumph vor 16 Jahren in Südafrika hatte «La Roja» nach einem 1:0 n.V. gegen die Niederlande erstmals triumphiert.

Damit aber noch lange nicht genug der Parallelen:

  • Der EM-Triumph als Vorgeschichte: Wie 2010 reiste Spanien auch heuer als amtierender Europameister an die WM. 2008 hatten die Iberer beim Turnier in der Schweiz und Österreich reüssiert, vor 2 Jahren gelang die kontinentale Krönung in Deutschland.
  • Fehlstart in das Turnier: Wie könnte man das in der Schweiz vergessen: Völlig überraschend unterlag Spanien zum WM-Auftakt 2010 der Schweiz 0:1. Gelson Fernandes krönte einen heroischen Kampf mit dem goldenen Tor zum Sieg. In den USA startete Spanien mit einem biederen 0:0 gegen den krassen Aussenseiter Kap Verde ins Turnier. Passend dazu: Fernandes hat kapverdische Wurzeln.

  • Der Steigerungslauf: Nach dem Fehlstart 2010 reihte Spanien 6 Siege aneinander. Auch 2026 sollte das 0:0 zum Auftakt der einzige Punktverlust der Spanier bleiben, nun brauchte es aber 7 Siege in Folge für den WM-Titel.
  • Das Defensiv-Bollwerk: Nebst der Schweiz war es 2010 einzig noch Chile vergönnt, einen Treffer gegen Spanien zu erzielen. Dieser fiel bei der 1:2-Niederlage der Südamerikaner in der Gruppenphase. In der K.o.-Phase gewann dann Spanien sämtliche Spiele mit dem Minimal-Resultat von 1:0. 2026 hielt das Bollwerk noch besser: Spaniens Keeper Unai Simon musste einzig im Viertelfinal gegen Belgien (2:1) hinter sich greifen – nach einem Kopfball von Charles De Ketelaere.
  • Platzverweis gegen den Gegner im Final: 2010 war es der Niederländer John Heitinga gewesen, der in der Verlängerung des Finals mit Gelb-Rot vom Platz flog. Und auch damals hatte sich Spaniens Gegner nicht gerade zurückhaltend in den Zweikämpfen gezeigt – man erinnere sich an Nigel de Jongs Kung-Fu-Tritt gegen Spaniens Xabi Alonso. 2026 erwies Enzo Fernandez seinem Team mit dem Platzverweis kurz vor Ende der regulären Spielzeit einen Bärendienst. Der Argentinier sah ebenfalls Gelb-Rot, während andere wie zum Beispiel Leandro Paredes mit zahllosen Attacken fast darum bettelten, ebenfalls vom Feld gestellt zu werden.

  • 1:0-Sieg nach Verlängerung im Final: Sowohl 2010 als auch 2026 wussten die Spanier schliesslich die Überzahl in der Verlängerung in einen Final-Triumph umzumünzen. War in Südafrika Mittelfeldstratege Andres Iniesta der umjubelte Siegtorschütze in der 116. Minute, erlöste Joker Ferran Torres «La Roja» 2026 in New Jersey in der 106. Minute.

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SRF zwei, sportlive, 19.7.2026, 19:00 Uhr ; 

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