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Nach Aus gegen Frankreich Marokko richtet die Augen bereits auf die Heim-WM 2030

Marokko bleibt im WM-Viertelfinal gegen Frankreich chancenlos. Dennoch blicken Trainer und Spieler optimistisch nach vorne.

Gruppe von Fussballspielern und Trainern im Kreis versammelt auf dem Spielfeld.
Legende: Ihr WM-2026-Abenteuer kam am Donnerstag zu seinem Ende Die Marokkaner stehen nach der Viertelfinal-Niederlage gegen Frankreich noch einmal zusammen. Getty Images/Liu Lu

Vor vier Jahren hatte Marokko mit dem WM-Halbfinal-Einzug in Katar die Fussball-Welt überrascht. Erst gegen Frankreich war damals Schluss gewesen. Nun erlebte die Mannschaft von Trainer Mohamed Ouahbi am späten Donnerstagabend Schweizer Zeit ein bitteres Déjà-Vu.

Erneut blieb Marokko in der K.o.-Phase der WM an Frankreich hängen – dieses Mal jedoch bereits im Viertelfinal. Gegen die Mannschaft von Didier Deschamps blieben die Nordafrikaner während 90 Minuten chancenlos und verbuchten lediglich einen Schuss aufs französische Tor.

Krone richten und weitermachen

Diese Niederlage dürfe die Entschlossenheit Marokkos jedoch nicht brechen, äusserte sich der Coach nach der Partie. «Wir müssen weiterhin an unser Projekt glauben, unsere Arbeit fortsetzen und uns auf die Grundlagen konzentrieren», so Ouahbi.

Der Nachfolger von Walid Regragui, der die Mannschaft 2022 in den Halbfinal geführt hatte, räumte gleichzeitig die Überlegenheit Frankreichs ein und sprach über die Enttäuschung innerhalb des Teams. «Wir werden weiterhin eine Mannschaft aufbauen, die um Titel kämpfen kann», so der Trainer.

Bouaddi bereut Entscheid nicht

Der in Frankreich geborene Mittelfeldspieler Ayyoub Bouaddi schlug in dieselbe Kerbe wie sein Trainer. Der 18-Jährige, der bis März dieses Jahres noch Captain des französischen U21-Nationalteams war und sich erst im Mai für Marokko entschied, sagte in der Mixed Zone: «Wir wissen, was wir verbessern müssen, um noch stärker zurückzukommen.»

Fussballspieler im roten Trikot dribbelt den Ball auf dem Spielfeld.
Legende: Eine der Entdeckungen dieser WM Der erst 18-jährige Ayyoub Bouaddi. Imago Images/Nicolo Campo

Die Viertelfinal-Niederlage gegen Frankreich werde helfen, weiter zu wachsen und zu erkennen, welche Details im Hinblick auf die nächsten Wettbewerbe verbessert werden müssten, um weiterzukommen. Dass er sich für Marokko – das Herkunftsland seiner Eltern – entschieden habe, bereue er trotz des Ausscheidens nicht. «Ich habe immer gesagt, dass es eine Entscheidung aus dem Herzen war.»

Heim-WM am Horizont

Den Marokkanern, denen im Viertelfinal mit Ismael Saibari der beste Torschütze im Team verletzt fehlte, bleiben nun vier Jahre, um eben diese Details, die von Bouaddi und Ouahbi angesprochen wurden, zu verbessern. Dann findet die nächste Weltmeisterschaft statt, die für Marokko zum Heim-Turnier wird.

Ein Fussballspieler in weissem Trikot hält beide Hände vor sich.
Legende: Wurde bei den Marokkanern schmerzlichst vermisst Der verletzte Stürmer Ismael Saibari. Reuters/Daniel Becerril

Der amtierende Afrikameister wird die WM, die wie in diesem Jahr wieder in drei Ländern stattfindet, gemeinsam mit Spanien und Portugal austragen. Das Eröffnungsspiel wird aufgrund des 100-jährigen Jubiläums der ersten WM-Austragung in Uruguay stattfinden.

FIFA WM 2026

SRF zwei, sportlive, 09.07.26, 21:35 Uhr ; 

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