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Rückblick auf WM-Viertelfinals Die «logischen» letzten Vier – und zwei Underdogs, die hadern

Mit dem Abschluss der Viertelfinals biegt die WM auf die Zielgerade ein. Vier Schwergewichte sind noch im Rennen.

Fussballspieler im roten Trikot auf dem Spielfeld.
Legende: Tränen der Enttäuschung, aber auch unglaublicher Stolz «Die Art und Weise, wie wir Norwegen auf die Weltkarte gesetzt haben, berührt mich vielleicht am meisten», sagte Erling Haaland nach dem Aus im Viertelfinal. imago images/VCG

Frankreich, Spanien, England und Argentinien – eines dieser vier Teams darf sich in einer Woche Weltmeister nennen. Vier Nationen, die den WM-Titel alle schon mindestens einmal gewonnen haben. Und vier Nationen, die man vor Turnierbeginn zumindest als Mitfavoriten bezeichnet hatte.

Man kann also zum Schluss kommen, dass Frankreich, Spanien, England und Argentinien die logischen Halbfinalisten sind. Die Viertelfinals lieferten aber Geschichten, die über das nackte Resultat hinausgehen.

  • Frankreich – Marokko 2:0:

Am wenigsten trifft dies auf den Viertelfinal zwischen Frankreich und Marokko zu, den die Franzosen hochverdient und am Ende diskussionslos gewannen. Von allen vier verbliebenen Mannschaften überzeugte das Deschamps-Team bisher am meisten – offensiv wie defensiv. 16:2 lautet das Torverhältnis über das gesamte Turnier gesehen. Die Hälfte der französischen Treffer geht auf das Konto von Kylian Mbappé.

  • Spanien – Belgien 2:1:

Auch im zweiten Viertelfinal setzte sich mit Spanien der Favorit durch. Gemessen an den Spielanteilen verdient. Die Belgier forderten dem Weltmeister von 2010 aber alles ab. Und hatten dann Pech, dass sich Goalie Thibaut Courtois in der Schlussphase verletzte. Seinem Ersatzmann Senne Lammens unterlief ein folgenschwerer Fehler, den der spanische Edeljoker Mikel Merino – wer sonst? – in der 88. Minute zum Siegtreffer nutzte.

  • England – Norwegen 2:1 n.V.:

Auf beide Seiten hätte das Spiel zwischen England und Norwegen kippen können. Bei ihrer historischen Viertelfinal-Premiere wurden die Norweger von einem VAR-Entscheid ausgebremst. Torbjörn Heggems vermeintlicher Treffer zum 2:1 – die zweite Führung des Underdogs – zählte wegen eines Fouls von Erling Haaland nicht. In der Verlängerung gelang den Engländern dann früh und begünstigt durch einen Abpraller bei Goalie Orjan Nyland der Siegtreffer.

Bis zum Zeitpunkt der VAR-Intervention war der vermeintliche Aussenseiter dem Favoriten mindestens ebenbürtig, tendenziell sogar besser. Ein Fakt, der auch auf den letzten Viertelfinal zwischen den favorisierten Argentiniern und der Schweiz zutrifft.

  • Argentinien – Schweiz 3:1 n.V.:

Teurer als die Schweiz kann man seine Haut gegen den amtierenden Weltmeister fast nicht verkaufen. Teurer kann man einen Fehler, und damit ist die Schwalbe von Breel Embolo gemeint, aber auch fast nicht bezahlen. Mit einem Mann mehr würgte sich Argentinien gegen heroisch kämpfende Schweizer zum Sieg.

Dass die Halbfinal-Affichen nun Frankreich gegen Spanien und England gegen Argentinien heissen, hat laut Papierform wohl seine Richtigkeit. Doch sowohl Norwegen als auch die Schweiz waren nahe dran, ihr grösstes Spiel der Geschichte noch grösser werden zu lassen.

FIFA WM 2026

SRF zwei, sportlive, 11.07.2026, 22:30 Uhr ; 

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