Erling Haaland ist der grösste norwegische Hoffnungsträger bei diesem Turnier. Aber nicht der einzige Spieler, der auf besonderen Spuren wandelt: Auch Alexander Sörloth und Kristian Thorstvedt sind in grosse Fussstapfen getreten.
1994 liefen ihre Väter Alf-Inge «Alfie» Haaland, Göran Sörloth und Erik Thorstvedt gemeinsam für Norwegen bei der WM auf – damals ebenfalls in den USA. Nun sind die Söhne am Zug – und wollen nach ihren starken Auftritten weiter für Furore sorgen. Am Samstag geht es im Viertelfinal gegen England.
Es sei «einfach toll», dass er nun genau wie sein Vater einst eine WM spielen könne, sagte der 30-jährige Sörloth unlängst. Er sei der wichtigste Mensch in seiner Karriere. «Er hat mir alles beigebracht, was ich über Fussball weiss.»
Haaland war 1994 wie Sturmkollege Sörloth noch nicht auf der Welt. «Er sieht so jung aus. Ich habe ihn in meinem Leben nie mit so langen Haaren gesehen», sagte Norwegens Superstar über seinen Vater, als ihm Fotos von damals gezeigt wurden.
Haaland in England geboren
Die Verknüpfung zum Gegner im Viertelfinal ist beim 25-Jährigen stark. Nicht nur, weil er bei Manchester City spielt. Haaland wurde auch in England geboren. Sein Vater hatte zu diesem Zeitpunkt gerade den Wechsel von Leeds zu Manchester City vollzogen, wo er drei Jahre blieb. Erst danach ging es für die Familie zurück nach Norwegen.
Bitteres Out 1994
Haaland, Sörloth und Thorstvedt sen. dürften mächtig stolz auf ihre Sprösslinge sein. Für sie war das WM-Abenteuer damals nach einem äusserst bitteren Verlauf schon nach der Vorrunde beendet. In der Gruppe mit Mexiko, Irland und Italien wiesen alle 4 Teams am Ende 4 Punkte auf. Weil Norwegen dabei nur ein Treffer gelang, blieb es als Tabellenletzter auf der Strecke.
Erik Thorstvedt, der im Gegensatz zu seinem Sohn Kristian im Tor stand, musste sich aber auch nur einmal bezwingen lassen: Dino Baggio traf beim 1:0-Sieg Italiens. Nun werden die Väter umso mehr mit den Söhnen mitfiebern, wenn diese in Miami an die Halbfinal-Tür klopfen.