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Spanische Stimmen zum Triumph «War eine harte WM»: Torres' Genugtuung und Simons Ungeduld

Nach dem Sieg im WM-Final 2026 freuen sich die Spanier auf die Party in New York und die Rückreise in die Heimat.

Person in rot-blauem Trikot mit Trophäe und Medaille, von anderen Menschen umgeben.
Legende: Avancierte als Joker zum Final-Helden Ferran Torres. Eric Verhoeven/Soccrates/Getty Images

Als Spaniens Captain Rodri mit dem WM-Pokal in den Mannschaftsbus stieg, ging die Party der Spanier vor den Toren New Yorks weiter. In der Kabine hatte es neben lauter Musik und Riesenflaschen mit Champagner auch eine etwas verkleinerte Kopie des goldenen Pokals für jeden der spanischen Weltmeister gegeben.

«Wir haben gefeiert, viele Fotos gemacht und viele Erinnerungen gesammelt. Wir haben kleine Trophäen bekommen, die wirklich cool waren. Wir haben einfach gefeiert – so, wie es ein Weltmeister macht», berichtete Dani Olmo nach dem 1:0 n.V. gegen Argentinien mit einer schweren Goldmedaille um den Hals.

Torres straft Kritiker Lügen

Trotz Überzahl und grosser Überlegenheit musste der nun seit 38 Spielen nicht mehr bezwungene Europameister bis in die Verlängerung warten, ehe Ferran Torres das erlösende Tor schoss (106. Minute) und den zweiten WM-Triumph nach 2010 ermöglichte.

«Ich denke, dass wir durch dieses Tor endlich erlöst wurden. Wir alle haben es versucht. Gegen Messi bist du immer nervös, aber wir haben immer an uns geglaubt», sagte der Angreifer des FC Barcelona.

Von den argentinischen Medien vorab noch als «pechofrío» verspottet – als ein Spieler, dem es in entscheidenden Momenten an Leidenschaft mangelt und der unter Druck versagt –, strafte Torres seine Kritiker Lügen.

Es war ein Tor von 47 Millionen Menschen, nicht nur meines. Wir sind ein Team von 26 Spielern und jeder hatte in diesem Turnier seinen Moment.
Autor: Ferran Torres

Bei der Pokalübergabe rang der Matchwinner nach Worten: «Ich habe nicht nachgedacht, der Ball kam einfach zu mir und ich glaube, ich habe es verdient.»

Torres zeigte sich demütig: «Es war ein Tor von 47 Millionen Menschen, nicht nur meines. Wir sind ein Team von 26 Spielern und jeder hatte in diesem Turnier seinen Moment. Es war eine auf persönlicher Ebene harte WM.»

Simon will nicht wieder 16 Jahre warten

Torres' goldener Schuss war der 20. Versuch für die Spanier – Argentinien hatte zu diesem Zeitpunkt nicht ein einziges Mal aufs Tor von Unai Simon geschossen.

Wir mussten 16 Jahre auf diesen Moment warten. Ich hoffe, dass wir diesmal nur vier Jahre auf den nächsten Stern warten müssen.
Autor: Unai Simon

«Ich bin sicher, dass wir erst dann wirklich begreifen werden, was wir heute geschafft haben, wenn wir nach Spanien zurückkehren», sagte der Schlussmann von Athletic Bilbao.

«Wir mussten 16 Jahre auf diesen Moment warten. Ich hoffe, dass wir diesmal nur vier Jahre auf den nächsten Stern warten müssen», sagte Simon. Er wurde als bester Torwart des Turniers geehrt, Verteidiger Pau Cubarsi bekam die Auszeichnung für den besten Nachwuchsspieler – und nicht etwa der ebenfalls 19 Jahre alte Lamine Yamal.

De la Fuentes Sonderlob für Yamal

Der grösste Star in Spaniens Team spielte eine unauffällige WM und erzielte nur ein Tor. Ein Sonderlob von Trainer Luis de la Fuente gab es dennoch, weil sich der Profi des FC Barcelona in den Dienst der Mannschaft stellte und seine Aufgaben erfüllte.

«Ich bin ihm ernsthaft dankbar, er hat sich für das Kollektiv geopfert», sagte der 65-Jährige, der nun der älteste Weltmeister-Trainer der Geschichte ist. «Das ist sehr wichtig in unserem Team. Er hat eine grossartige WM gespielt.»

Cucurellas Tattoo-Wette

«Ich finde, wir haben herausragenden Fussball gespielt und diesen Pokal verdient», sagte Verteidiger Marc Cucurella, der sich nun ein Tattoo mit dem Gesicht von Trainer de la Fuente stechen lassen will.

Ich denke, wir haben uns eine gute Feier verdient.
Autor: Marc Cucurella

«Wir freuen uns wirklich sehr, nach Spanien zu kommen. Viele Leute konnten hier nicht dabei sein und wir wollen mit allen feiern», sagte Cucurella. «Ich denke, wir haben uns eine gute Feier verdient.»

FIFA WM 2026

SRF zwei, sportlive, 19.07.2026, 21:00 Uhr ; 

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