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Stimmen zum Achtelfinal-Einzug Nati-Erfolgsrezept: Ehrlichkeit und Tore zum richtigen Zeitpunkt

Nach dem 2:0-Sieg gegen Algerien an der WM 2026 waren die Freude und Erleichterung gross im Schweizer Lager.

Trotz des 2:0-Erfolgs im WM-Sechzehntelfinal gegen Algerien war bei der Nati nicht alles Gold, was glänzt. Dessen waren sich auch die Protagonisten bewusst. Bemängelt wurde eine wenig überzeugende 1. Halbzeit, gelobt dann die deutliche Steigerung im 2. Durchgang.

«Algerien ist am Anfang gut ins Spiel gekommen», meinte etwa Captain Granit Xhaka. «Sie haben gut gezockt», sagte Johan Manzambi und Trainer Murat Yakin meinte: «Wir haben keinen Zugriff gehabt. Wir mussten kämpfen und weite Wege gehen.»

Algerien den Wind aus den Segeln genommen

So entpuppte sich das 1:0 durch Breel Embolo als Glücksfall, das Algerien früh schon wieder etwas Wind aus den Segeln nahm. Die Vorbereitung sei eine Super-Aktion von Manzambi gewesen, meinte der Torschütze, «das Tor gehört zu 95 Prozent ihm».

Das war die Schweiz, wie wir sie von der 1. bis zur 90. Minute sehen wollen.
Autor: Breel Embolo

Dennoch tat sich die Schweiz weiter schwer in der 1. Halbzeit, was dazu führte, dass in der Pause offenbar deutliche Worte fielen. «Wir waren in der Halbzeit ehrlich mit uns. Wir haben etwas umgestellt, und alle machten zehn bis fünfzehn Prozent mehr», meinte Embolo und ergänzte: «Das war die Schweiz, wie wir sie von der 1. bis zur 90. Minute sehen wollen.»

Es seien zuvor zu viele Ballverluste nach langen Bällen gewesen, «wir haben nicht das gespielt, was uns stark macht», sagte Xhaka, während Yakin fehlende Geduld monierte.

Und natürlich spielte der Schweiz in die Karten, dass die getroffenen Massnahmen schon nach 46 Sekunden im 2:0 durch Dan Ndoye fruchteten. «Wir haben in den richtigen Momenten die Tore geschossen», konstatierte Yakin, der dem Team eine «solidarische, reife Leistung» attestierte.

Xhakas Jubiläum

Ein besonderes Spiel war es auch für Xhaka, der seinen 150. Einsatz für die Schweiz absolvierte und ein gelungenes Jubiläum feiern konnte. Er habe dem Team gesagt, dass es ihm den Tag speziell machen könne, «wenn wir eine Runde weiterkommen».

«Für mich bedeutet der Tag enorm viel», meinte Xhaka weiter, 150 Spiele im roten Trikot, «das macht einen sehr stolz».

Es gibt Verbesserungspotenzial

Nun geht es am Dienstag um 22 Uhr Schweizer Zeit im Achtelfinal gegen Kolumbien oder Ghana weiter (live auf SRF zwei und in der SRF Sport App). Allzu weit vorausblicken wollte Yakin noch nicht. Verbesserungspotenzial sah er dennoch schon.

«Wir haben heute ein Spiel gesehen, in dem uns der Gegner gefordert hat, in dem wir auch einmal in die Defensive gedrängt wurden, was wir uns nicht gewöhnt sind», sagte Yakin. Man sei deshalb nicht ins Pressing gekommen, «das müssen wir sicher genau anschauen». Denn eines ist klar: Einfacher dürfte es für die Schweiz in der Runde der letzten 16 nicht werden.

Petkovic: «Die Schweiz wird im nächsten Spiel Favoritin sein»

Einer war sich nach dem Spiel sicher, dass die Schweizer Nati in jedem Fall als Favoritin in das Achtelfinal-Duell gehen wird: Algerien-Coach Vladimir Petkovic. «Die Schweiz hat gezeigt, dass sie grosse Qualitäten hat. Ich gratuliere zu diesem Resultat und wünsche alles Gute», so der 62-Jährige an der Medienkonferenz.

Für den langjährigen Nati-Coach (2014-2021) war das 2. Gegentor der Knackpunkt in diesem Spiel nach einer sehr starken Halbzeit seiner Algerier «mit vielen guten Möglichkeiten». In den ersten 45 Minuten hätten die Schweizer etwas Angst gehabt, sagte Petkovic. Spätestens nach dem 2:0 sei es aber ein anderes Spiel gewesen.

FIFA WM 2026

SRF zwei, sportlive, 03.07.2026, 04:30 Uhr ; 

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