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Stimmen zum Nati-Triumph «Der Hunger ist jetzt noch grösser»

Ihr grosses Ziel hat die Nati mit dem Viertelfinal-Einzug erreicht. Doch nach dem Penalty-Krimi wollen die Spieler mehr.

Es war kein fussballerischer Leckerbissen, den sich die Schweizer Nati mit Kolumbien geliefert hatte. Doch nach dem erfolgreichen Penalty-Krimi war der Jubel der Schweizer und die Erleichterung bei den Akteuren im Team umso grösser.

Ruben Vargas war einer der Helden des Teams. Der Luzerner bewies als letzter Schütze Nerven aus Stahl und verwertete den entscheidenden Penalty eiskalt. «Ich wusste nicht, ob ich überhaupt spielen kann», so der Flügel, der vorerst nur auf der Bank Platz genommen hatte. «Ich habe mich vor dem Penalty sehr sicher gefühlt. Dass ich nun sogar den entscheidenden Versuch verwerten konnte, ist einfach nur geil.»

Penaltyschiessen ist immer eine Lotterie, aber ich wusste, dass ich eine grosse Reichweite habe.
Autor: Gregor Kobel

Auch Goalie Gregor Kobel lief in der Entscheidung vom Punkt zu Höchstform auf. Der Zürcher parierte den Versuch von Cucho Hernandez und legte somit den Grundstein für den Schweizer Sieg. Er habe sich das ganze Spiel relativ entspannt gefühlt, «so entspannt, wie es in einem solchen Spiel halt geht». Auch im Elfmeterschiessen hatte Kobel keinen Zweifel am Weiterkommen. «Penaltyschiessen ist immer eine Lotterie, aber ich wusste, dass ich eine grosse Reichweite habe. Ich bin etwas sprachlos, was wir heute erlebt haben.»

Yakins Plan geht auf

Trainer Murat Yakin hatte mit dem Ausfall von Johan Manzambi und dem angeschlagenen Ruben Vargas schon vor der Partie viel Arbeit vor sich. «Ich verrate meinen Matchplan nicht, aber er ist genau aufgegangen.» Es habe einen unglaublichen Fight seiner Mannschaft und Cleverness und Geduld gebraucht. «Endlich konnten wir den Penaltyfluch ablegen.» Nebst viel Lob für das Team hob Yakin die Leistung von Goalie Kobel hervor. «Er spielt ein fantastisches Turnier, das hat er heute wieder gezeigt.»

Ein fantastisches Turnier, aber ein mässiges Spiel hatte Granit Xhaka hinter sich, der weniger Einfluss aufs Spiel hatte und ungewohnt fehlerhaft agierte. Nichtsdestotrotz trat der Captain als erster Schütze an. Nach einem «harten, aber fairen» Spiel habe er Verantwortung übernehmen wollen. «Es war ein Mentalitätsspiel, ein typisches K.o.-Spiel. Jetzt haben wir Geschichte geschrieben, das ist ein unglaubliches Gefühl.»

Argentinien kann kommen

Mit dem Viertelfinal gegen Argentinien steht der Nati der nächste Leckerbissen bevor und gegen den Titelverteidiger muss die Reise längst nicht zu Ende sein. «Es hat schon viele Überraschungen gegeben, unser Hunger ist jetzt noch grösser als zuvor», so Xhaka.

Sollte es auch gegen Messi & Co. zu einem Penaltyschiessen kommen, wird Manuel Akanji nicht mehr antreten. «Ich habe Muri gesagt, das war der letzte Penalty, den ich geschossen habe», so der einzige Schweizer Fehlschütze mit einem Lächeln. «Ich bin unglaublich stolz, wie die Mannschaft darauf reagiert hat.»

SRF zwei, sportlive, 07.07.2026, 21:10 Uhr ; 

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