Am frühen Freitagmorgen bestreitet die Schweiz an der WM 2026 in Vancouver ihren Sechzehntelfinal gegen Algerien. Das Interesse am Sportlichen: Gegeben, denn es ist ein K.o.-Spiel und der Sieger qualifiziert sich für den Achtelfinal. Es lohnt sich aber auch, einen Blick über den Spielfeldrand hinaus zu den Trainern zu werfen, wird Algerien doch von Vladimir Petkovic gecoacht.
Petkovic war der unmittelbare Vorgänger Murat Yakins und hatte in seiner Amtszeit die Schweiz zum Stammgast in K.o.-Phasen an grossen Turnieren gemacht. Die gemeinsame Geschichte von Yakin und Petkovic geht noch deutlich weiter zurück: Anfang der 2010er Jahre standen sich die beiden in der Super League 5 Mal gegenüber.
Yakin mit Thun gegen YB ungeschlagen
Die Bilanz liest sich aus Yakins Sicht wunderbar: Er ist gegen seinen Vorgänger noch ungeschlagen und hat 2 Mal gewonnen. In 4 Spielen davon betreute Yakin Aufsteiger Thun gegen den Meisterschafts-Zweiten YB. Das 1:1 im Juli 2010 war sogar Yakins Debüt als Trainer in der höchsten Schweizer Spielklasse. Erst ein Ausgleich Henri Bienvenus in der 94. Minute vermieste ihm den Start nach Mass.
Eine Woche nach dem vierten Spiel ohne Sieg gegen Yakin musste Petkovic in Bern seine Koffer packen. Nach einem Abstecher in die Türkei zu Samsunspor kehrte Petkovic in die Super League zurück, zum FC Sion. Dabei traf er am letzten Spieltag der Saison 2011/12 abermals auf Yakin, der nach einem starken 5. Rang mit Thun zu Luzern weitergezogen war. Der FCL setzte sich im Wallis mit 3:1 durch und wurde hinter dem FC Basel Vizemeister. Petkovic rettete Sion in der Barrage und zog weiter zu Lazio Rom.
Über 14 Jahre nach dem letzten Aufeinandertreffen kreuzen sich ihre Wege wieder als Nationaltrainer von Algerien respektive der Schweiz im BC Place von Vancouver im WM-Sechzehntelfinal. Die ganze Fussball-Schweiz drückt Yakin die Daumen, dass er seine Serie gegen Petkovic ausbaut.