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Trainer und Penaltys im Fokus Fassnacht: «Petkovic ist definitiv ein Vorteil für Algerien»

Christian Fassnacht äussert sich zum Petkovic-Vorteil und seiner Mutation zum Penaltyschützen mit über 30 Jahren.

«Er war der erste Trainer, der mich in ein Nationalteam berufen hat», sagt Christian Fassnacht über Vladimir Petkovic, der sich mit Algerien im WM-Sechzehntelfinal der Schweiz in den Weg stellt. «Dafür bin ich ihm für immer dankbar und er hat bei mir einen speziellen Stellenwert», fährt der 32-Jährige, der vor seinem 1. Aufgebot unter Petkovic nie für eine Juniorenauswahl aufgeboten worden war, fort.

Er kennt die Spieler und die Typen. Er weiss auch um gewisse Schwächen und mentale Aspekte noch Bescheid.
Autor: Christian Fassnacht über Vladimir Petkovic

Nun will er mit der Nati seinen ehemaligen Trainer aber aus dem Turnier werfen. Gleich 15 Spieler aus dem aktuellen WM-Kader waren auch schon unter dem letzten Trainer im Schweizer Dress aufgelaufen. «Das ist definitiv ein Vorteil für sie», sagt Fassnacht und erklärt: «Er kennt die Spieler und die Typen. Er weiss auch um gewisse Schwächen und mentale Aspekte noch Bescheid.»

Technisch starke Algerier

«Ich will es aber nicht zu gross gewichten, der Vorteil ist nicht matchentscheidend», gibt der Super-League-Torschützenkönig leichte Entwarnung. Angesprochen auf die Unterschiede zwischen Murat Yakin und Petkovic sagt er: «Petkovic strahlt eine gewisse Grösse aus und hat klare Vorstellungen. Yakin ist da etwas kommunikativer und hat auch ein offenes Ohr für die Wünsche der Spieler.» Vom Spielstil gebe es mit dem gepflegten Spielaufbau aus der Defensive heraus aber durchaus auch Parallelen.

Über den Gegner weiss der 24-fache Nationalspieler: «Es ist eine Mannschaft, die sehr gut am Ball ist. Die Algerier haben unglaubliche technische Möglichkeiten, von denen ich nur träumen kann. Aber das ist gleichzeitig auch unsere Chance, dass sie vielleicht etwas zu verspielt sind und wir so ein paar Ballverluste provozieren können.»

Plötzlich Penaltyschütze?

Ein Thema, das in der K.o.-Phase einer WM natürlich auch immer in den Fokus rückt, ist das Penaltyschiessen. Der YB-Offensivspieler hat in seiner gesamten Karriere bis vor einem Jahr allerdings keinen einzigen Elfmeter geschossen. «Ich habe mich dem Thema erst in den letzten 12 Monaten angenommen. Ich habe mir gesagt: ‹Jetzt bin ich über 30, jetzt dürfte ich auch mal einen Penalty schiessen.› Dann habe ich sehr, sehr viel Zeit dafür investiert.» In der Super League verwandelte der Zürcher in der abgelaufenen Saison einen seiner zwei Versuche.

Jaquez verpasst Training

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Luca Jaquez musste das letzte Mannschaftstraining in San Diego auslassen. Der 23-jährige Luzerner absolvierte am Dienstag aufgrund muskulärer Beschwerden eine individuelle Einheit. Jaquez stand im letzten Gruppenspiel gegen Kanada etwas überraschend als Rechtsverteidiger in der Startaufstellung. Ob sein Einsatz im Sechzehntelfinal gegen Algerien gefährdet ist, bleibt offen. Silvan Widmer, der das Training am Sonntag verpasst hatte, meldete sich am Dienstag zurück. Der Rechtsverteidiger, der im zweiten Gruppenspiel gegen Bosnien-Herzegowina in der Startelf stand, hatte mit Hüftbeschwerden zu kämpfen. (sda)

«Als Team haben wir in den letzten Tagen viel über die Möglichkeit gesprochen und werden uns auch bis zum Spiel noch weiter damit auseinandersetzen. Denn es ist nicht nur eine Glückssache und man kann es bis zu einem gewissen Grad trainieren», erklärt Fassnacht, der bei den beiden Penaltyschiessen gegen Frankreich und Spanien bei der EM 2021 zwar auf dem Platz gestanden, sich aber noch nicht von der Mittellinie zum Punkt gewagt hatte.

Ob sich dies in den nächsten Tagen und Wochen ändern wird, bleibt abzuwarten. Bislang wurde der einzige Super-League-Feldspieler im Kader erst für die letzten 5 Minuten gegen Kanada eingewechselt. Allerdings sei auch dies für ihn schon ein Traum gewesen. Und bei einer allfälligen Verlängerung mit 6 Wechseln steigen seine Einsatzchancen schliesslich auch.

WM 2026

SRF zwei, Nati-Magazin, 28.06.26, 23:20 Uhr ; 

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