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Vor Halbfinal ENG – ARG «Keine bewaffnete Revanche»: Falkland-Veteranen mahnen

Der WM-Halbfinal England – Argentinien hat wegen des Falklandkrieges von 1982 mehr als eine sportliche Dimension.

Mehrere Personen in Militäruniform betrachten eine Gedenktafel.
Legende: 44 Jahre danach Argentinische Kriegsveteranen gedenken am 2. April 2026 in Buenos Aires ihren gefallenen Kameraden. Keystone/NATACHA PISARENKO

Wann immer England im Fussball auf Argentinien trifft – und das wird am Mittwochabend alleine an einer WM zum bereits 6. Mal der Fall sein – wird auch wieder der Falkland-Krieg thematisiert. Jene kriegerische Auseinandersetzung fand vor 40 Jahren statt – die Falkland-Frage bleibt indes bis heute ungelöst.

Argentinien beharrt auf seinem Anspruch auf die Malvinas

Am 2. April 1982 hatte der Krieg um die Falklandinseln, die im argentinischen Sprachgebrauch als Malvinas bezeichnet werden, mit der Besetzung durch argentinische Soldaten begonnen. Knapp 1000 Soldaten liessen in der darauf folgenden militärischen Auseinandersetzung über mehr als 70 Tage ihr Leben. Fast zwei Drittel davon waren Argentinier.

Die Falklandinseln liegen im südlichen Atlantik und sind seit 1833 ein britisches Überseegebiet. Argentinien begründet seinen Anspruch aber mit der Rechtsnachfolge eines früheren spanischen Kolonialreiches.

Live-Hinweis

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Den 2. WM-Halbfinal zwischen England und Argentinien zeigen wir Ihnen am Mittwochabend um 21:00 Uhr live auf SRF zwei und in der Sport App. Ab 20:10 Uhr stimmen wir Sie auf den Match ein. Im Studio empfängt Lukas Studer Vaduz-Trainer Marc Schneider und Marisa Wunderlin.

Nach der Kapitulation der Argentinier nahmen beide Länder erst sieben Jahre später wieder diplomatische Beziehungen auf, gelöst ist der Souveränitätsstreit jedoch bis heute nicht. Grossbritannien lehnt jede Verhandlung darüber ab, Argentinien beharrt auf seinem Anspruch auf die Malvinas.

Kriegsveteranen melden sich zu Wort

Im Vorfeld des WM-Halbfinals zwischen England und Argentinien vom Mittwochabend in Atlanta haben sich argentinische Veteranen des Falklandkrieges nun zu Wort gemeldet. «Sport ist kein Krieg: Das Halbfinalspiel ist ein Sportereignis von weltweiter Tragweite, keine bewaffnete Revanche und keine historische Kompensation», hiess es in einem Brief des Verbandes der Kriegsveteranen «2. April».

Souveränität werde auf internationalen Foren verteidigt – mit Diplomatie, historischer Wahrheit und dem friedlichen und unverzichtbaren Anspruch, den die Verfassung vorschreibe, hiess es weiter in dem Schreiben der Kriegsveteranen, aus dem argentinische Medien berichteten. Auch Argentiniens Nationaltrainer Lionel Scaloni hatte bereits betont: «Meine Botschaft: Es ist ein Fussballspiel, nichts anderes.»

FIFA WM 2026

Radio SRF 4 News, 15.07.2026, 09:00 Uhr ; 

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