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Vor WM-Viertelfinal ARG-SUI Magier mit Schwächen: Beenden die Schweizer Messis WM-Karriere?

Im WM-Viertelfinal könnte die Nati eine unglaubliche Karriere auf der ganz grossen Bühne beenden.

Ein Fussballspieler im gestreiften Trikot hält sich mit beiden Händen das Gesicht und steht im Stadion.
Legende: Er kann es kaum glauben Lionel Messi nach dem WM-Achtelfinal gegen Ägypten. Sein Team drehte einen 0:2-Rückstand in der Schlussviertelstunde noch. Patrick Smith/FIFA/Getty Images

Als Lionel Messi im Dezember 2022 in Katar endlich den langersehnten WM-Pokal in die Luft strecken durfte, dachten nicht wenige, dass die Karriere von «La Pulga» (Der Floh) auf der ganz grossen Bühne damit beendet sei. Doch weit gefehlt: Messi verliess Europa zwar im Sommer 2023, sechs Monate nach dem WM-Titel, in Richtung MLS – doch der Titelhunger blieb:

  • Im Sommer 2024 führte er als Captain Argentinien zum 2. Copa-America-Titel in Folge.
  • Mit Inter Miami gewann er den Leagues Cup 2023, den MLS Supporters' Shield 2024 sowie den MLS Cup 2025.
  • Auch in der laufenden Saison skorte er fleissig weiter: In bislang 21 Profijahren sammelte Messi unglaubliche 1334 Torbeteiligungen (919 Tore, 415 Assists) in 1161 Partien. Das sind mehr als 63 pro Jahr.

Und wer zuletzt schnödete, Messi sei mit seinen 39 Jahren längst über den Zenit, dem bewies er in den ersten WM-Spielen seine Klasse. Mit seinen acht zum grossen Teil herrlichen Toren in den bisherigen fünf Partien liegt er nicht nur an der Spitze der Torschützenliste (21 Treffer), er löste damit auch Miroslav Klose als erfolgreichsten Skorer an Weltmeisterschaften ab (wenngleich ihm der deutlich jüngere Kylian Mbappé (19) auf den Fersen ist).

(Zu) viel dreht sich um Messi

Doch mit jedem K.o.-Spiel droht die glorreiche WM-Karriere des Argentiniers zu enden – und es besteht durchaus Hoffnung, dass es die Schweizer im WM-Viertelfinal in Kansas City sein werden, die das bewerkstelligen.

Messis Klasse ist nämlich gleichzeitig auch die Achillesferse des amtierenden Weltmeisters. Denn auch mit zahlreichen Spielern von Weltklasseformat wie Julian Alvarez, Lautaro Martinez oder Enzo Fernandez ist noch immer (zu) viel auf den 39-Jährigen ausgerichtet.

In der Defensive kaum beteiligt

Messi hat 2026 auch Anzeichen dafür geliefert, dass er trotz allem nicht mehr ganz die Sonderklasse früherer Jahre hat. Zwar schoss an der WM 2026 keiner häufiger auf das Tor als der Stürmerstar (29; nur Mbappé (26) kommt ebenfalls auf mehr als 20). Doch insbesondere die beiden verschossenen Elfmeter gegen Österreich und Ägypten – auch das ein WM-Rekord übrigens – dürften zu denken geben.

Auch die Laufleistung, schon länger kein Steckenpferd Messis mehr, könnte für die Nati zumindest ein Türöffner sein: «La Pulga» legte in den bisherigen fünf Spielen bloss 35,87 Kilometer zurück, obwohl er teamintern nur von Goalie Emiliano Martinez und Alexis Mac Allister übertroffen wird, was die Spielzeit an der WM angeht. Mac Allister, der 16 Minuten länger auf dem Feld stand, lief fast 15 Kilometer mehr als Messi, der vor allem in der Rückwärtsbewegung oft nicht konsequent mitarbeitet.

Hohe Hürde, hoher Lohn

Zum Vergleich: In den Reihen der Schweizer spulte mehr als ein Dutzend Akteure mehr Kilometer ab als Messi – ein Faktor, der auch gegen den Weltmeister ein Schlüssel zum Erfolg sein könnte.

Sollte die Nati am Samstagabend in Kansas City die Argentinier tatsächlich aus dem WM-Turnier kegeln, wäre dies nicht nur der grösste Erfolg einer Schweizer Auswahl auf dieser Stufe. Es wäre wohl auch das vorzeitige Ende Messis internationaler Karriere. Kaum vorstellbar, dass der 39-Jährige auch in vier Jahren wieder am Start steht.

FIFA WM 2026

SRF zwei, Sportlive, 07.07.26, 17:30 Uhr

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