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Vor WM-Viertelfinal ESP-BEL Belgien – plötzlich WM-Viertelfinalist

Belgien hat an der WM lange Zeit nicht überzeugt. Doch seit die Stars nicht mehr erste Wahl sind, läuft es.

Fussballspieler in weissen Trikots und Trainer auf dem Spielfeld im Kreis versammelt.
Legende: Alle hören zu, wenn der Trainer spricht Rudi Garcia mit einem Appell an seine Spieler. Keystone/AP/Maddy Grassy

Belgien fordert am Freitagabend im Viertelfinal Europameister Spanien. Dass die «Roten Teufel» überhaupt noch im Turnier sind, ist keine Selbstverständlichkeit. Die WM in Nordamerika hätte für sie bereits mehrfach zu Ende sein können.

Die Belgier kamen in der Vorrunde überhaupt nicht auf Touren. Nach bloss zwei Punkten aus den beiden Spielen gegen Ägypten und den Iran war die Mannschaft von Trainer Rudi Garcia gegen Neuseeland bereits maximal unter Zugzwang. Die «Kiwis» waren ein dankbarer Gegner, Belgien gewann locker 5:1 und holte sich den Gruppensieg.

Live-Hinweis

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Den WM-Viertelfinal zwischen Spanien und Belgien sehen Sie am Freitag ab 20:10 Uhr live auf SRF zwei und in der Sport App. Der Anpfiff erfolgt um 21:00 Uhr.

Zu Gast im Studio sind Bruno Berner und Ludovic Magnin.

Danach, um 23:15 Uhr, gibt's noch das Nati-Magazin zu sehen.

Im Sechzehntelfinal gegen den Senegal drohte das WM-Abenteuer dann wirklich zu scheitern. Nach einem blutleeren Auftritt lag man bis zur 86. Minute 0:2 zurück. Doch Belgien gelang ein wundersames Comeback und kam dank eines Penaltytreffers in der Verlängerung weiter.

Im Achtelfinal gegen unorganisierte US-Amerikaner hatte die Garcia-Equipe dann wieder leichtes Spiel. So steht man trotz allem unter den besten acht Nationen. Spieler und Coach müssen sich wohl ab und an selbst kneifen.

Garcia lässt die Stars auf der Bank

Sollten die Belgier dereinst auf eine gelungene WM zurückblicken – gut möglich, dass sie die 56. Minute des Senegal-Spiels als Wendepunkt ausmachen. In jener Minute nahm Garcia seine Stars Kevin De Bruyne und Jérémy Doku vom Feld. Das hatte der französische Trainer zwar schon in den Spielen zuvor getan, aber nicht so früh. Ohne das Duo konnte Belgien den Sechzehntelfinal noch drehen.

Gegen die USA fehlten De Bruyne und Doku dann beide in der Startformation. De Bruyne schmorte die vollen 90 Minuten auf der Bank. Doku wurde in der 68. Minute eingewechselt, als Belgien schon 3:1 führte. Am Ende hiess es 4:1.

Den Schlusspunkt setzte mit Romelu Lukaku ein weiterer prominenter Name. Der Sturmtank, wie De Bruyne Teil von Belgiens «Goldener Generation», wurde in allen fünf Partien eingewechselt.

Garcia lässt sich alle Optionen offen

Garcia scheut nicht davor zurück, seine Topstars früh vom Feld zu nehmen oder auf der Bank zu lassen. Etwas, das sich Roberto Martinez bei Portugals Achtelfinal gegen Spanien nicht getraute. Er liess Superstar Cristiano Ronaldo durchspielen, obschon dieser in der 2. Halbzeit gerade einmal auf sechs Ballkontakte kam.

Ob es Garcia im Gegensatz zu Martinez gelingt, mit seinem Team die Spanier zu bezwingen, ist angesichts der Stärke von «La Roja» fraglich. Aber immerhin lässt sich Belgiens Coach sämtliche personellen und taktischen Optionen offen.

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SRF zwei, sportlive, 7.7.26, 02:00 Uhr ; 

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