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Vor WM-Viertelfinal FRA-MAR Marokkos Superhirn will auch sein Geburtsland stoppen

Ayyoub Bouaddi war bis vor kurzem Captain von Frankreichs U21. Nun will er «Les Bleus» an der WM 2026 mit Marokko ausschalten.

Ein Fussballspieler in weissem Trikot läuft auf dem Spielfeld.
Legende: In jungen Jahren bereits Marokkos Regisseur im Mittelfeld Ayyoub Bouaddi. imago images/Sports Press Photo

50 Millionen? Da kann Olivier Létang nur müde lächeln. «Nein, das reicht nicht», sagt der Präsident des OSC Lille – und wittert mit seinem Shootingstar Ayyoub Bouaddi das ganz, ganz grosse Geschäft. Schliesslich lockt der Teenager mit seinen Gala-Auftritten bei der WM Interessenten wie Manchester City, Real Madrid, Liverpool oder auch Bayern München an. Sie müssten wohl mindestens 80, wenn nicht gar 100 Millionen Euro für den Marokkaner hinblättern.

Live-Hinweis

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Den WM-Viertelfinal zwischen Frankreich und Marokko sehen Sie am Donnerstag ab 21:20 Uhr live auf SRF zwei und in der Sport App. Der Anpfiff erfolgt um 22:00 Uhr.

Zu Gast im Studio ist Mladen Petric.

«Ich freue mich sehr darüber, dass einige Klubs Interesse an mir haben», sagt Bouaddi, doch mit seiner Zukunft will sich der Hochbegabte noch nicht beschäftigen: «Im Moment konzentriere ich mich ausschliesslich auf die WM und darauf, alles zu geben.» Seine nächste Bühne: Ausgerechnet das Duell im Viertelfinal gegen seine «Heimat» Frankreich.

Von Deschamps nicht aufgeboten

Der 18-Jährige wurde in der Nähe von Paris geboren, in Frankreich ausgebildet, und er war noch im März Captain der französischen U21-Nationalmannschaft – nun soll das Mittelfeld-Genie plötzlich Kylian Mbappé und Co. stoppen.

«Ich bin wirklich stolz, für Marokko zu spielen», sagt Bouaddi, der im Mai nicht von Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps ins WM-Kader berufen wurde und sich daraufhin für das Geburtsland seiner Eltern entschieden hat. «So Gott will, werden wir so weit wie möglich kommen.»

Ballsicher und intelligent

Bei der WM 2022 wurden die Marokkaner erst im Halbfinale gezähmt – von Frankreich. Nun soll die Revanche her – mit Bouaddi, den sie nicht nur bei seinem Klub in Lille «Le Chef» nennen. Trotz seiner schlaksigen Statur dirigiert er schon jetzt das Mittelfeld wie ein Grosser, sieht freie Räume, trifft schnelle und vor allem kluge Entscheidungen, scheint auch unter Druck nicht nervös zu werden und verliert kaum einmal den Ball.

Mir kann Mathe helfen, das Spiel schneller zu verstehen, vor allem taktisch.
Autor: Ayyoub Bouaddi

«Er ist erst 18, aber sehr ruhig und ausgeglichen – jemand, der bereits enorm viel Erfahrung besitzt», sagt Marokkos Trainer Mohamed Ouahbi. «Bei ihm muss man nichts ständig wiederholen. Er ist ein sehr intelligenter Junge.»

Und das kann man bei Bouaddi wortwörtlich nehmen. Schliesslich machte er schon mit 16 Jahren und Topnoten die Matur, gewann einen Rhetorikwettbewerb und wurde dafür im Élysée-Palast geehrt, neben dem Fussball studiert Bouaddi zudem Mathematik.

«Wenn du nebenbei lernst, hält das deinen Geist wach», sagt Bouaddi. «Mir kann Mathe helfen, das Spiel schneller zu verstehen, vor allem taktisch.»

FIFA WM 2026

SRF zwei, Sportlive, 4.7.2026, 22:00 Uhr ; 

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