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WM: 1/16-Final am FR um 5 Uhr Stars, Stärken, Schwächen: Nati-Gegner Algerien im Fokus

Im Sechzehntelfinal der WM trifft die Nati am Freitagmorgen um 5 Uhr (Schweizer Zeit) auf Algerien. Wir nehmen den Schweizer Gegner genau unter die Lupe.

An der Seitenlinie steht mit Vladimir Petkovic ein Trainer, den man bestens kennt. Der Schweizer trainierte während sieben Jahren die Nati, nun betreut er Algerien. Die Schweiz sollte gewarnt sein: Die Algerier überzeugen mit einer Mischung aus jung und erfahren und mit einigen Akteuren, die in europäischen Topligen engagiert sind.

Zwei Fussballspieler in weissen Trikots jubeln auf dem Spielfeld.
Legende: Wollen gegen die Schweiz jubeln Farès Chaïbi und Riyad Mahrez. IMAGO / Xinhua

Die Top-Spieler

Der grösste Star des algerischen Teams ist Riyad Mahrez. Der 35-Jährige spielt mittlerweile zwar im Liga-Alltag bei al-Ahli in Saudi-Arabien, hat aber mit zwei Treffern gegen Österreich bewiesen, dass er auch auf der grossen Bühne noch liefern kann. Auf dem rechten Flügel geniesst er viele Freiheiten, darf sich bewegen, wie er will und führt das Team von dort an. Neben Mahrez liegt die offensive Verantwortung auf den Schultern von Mittelstürmer Amine Gouiri (Olympique Marseille) und dem 20-jährigen Leverkusen-Shootingstar Ibrahim Maza, der auf der Zehnerposition die Angriffe orchestriert.

In der Verteidigung stechen zwei Spieler heraus: Linksverteidiger Rayan Aït-Nouri von Manchester City und Innenverteidiger Ramy Bensebaini von Borussia Dortmund. Die beiden sind die Eckpfeiler der Viererkette, die oft gemeinsam mit dem erfahrenen Aïssa Mandi (Lille) und Rafik Belghali (Verona) gebildet wird.

Der Schweizer Bezug

Im Kader Algeriens befinden sich auch einige Spieler, die in der Schweiz ihre Spuren hinterlassen haben – oder das noch immer tun. Aussenverteidiger Jaouen Hadjam, der an dieser WM bislang oft hinter Aït-Nouri anstehen musste, spielt bei den Berner Young Boys. Der dritte Goalie, Melvin Mastil, steht bei Lausanne-Sport unter Vertrag, war in der abgelaufenen Saison aber in die Challenge League zu Stade Nyonnais ausgeliehen.

Offensivspieler Mohamed Amoura hatte zwischen 2021 und 2023 das Trikot des FC Lugano getragen. Er kam im ersten Gruppenspiel gegen Argentinien von der Bank, fehlt aber seither verletzt.

Die Schwachstelle

Wenn man einen Goalie aus der Challenge League aufbietet, ist man auf dieser Position wohl nicht allzu gut besetzt. Das bewiesen auch die bisherigen Auftritte an der WM. In den ersten beiden Gruppenspielen hütete Luca Zidane (Granada) das Tor. Der Sohn des französischen Weltmeisters Zinédine Zidane kassierte vier Gegentreffer und war nicht über alle Zweifel erhaben.

Im letzten Vorrundenspiel stand dann Ersatzmann Oussama Benbout im Kasten. Der 31-Jährige, der bei USM Alger in der heimischen Liga spielt, konnte von drei Schüssen auf sein Tor keinen einzigen parieren.

Die Stärken

Algerien überzeugt durch seine Laufleistung und seine hohe Intensität. Kaum ein Zweikampf wird nicht bis zum Ende geführt. Im Angriff sind die Algerier am stärksten, wenn sie das Tempo ihrer Offensivspieler ausnutzen können. Mit ihrem schnellen und präzisen Kurzpassspiel – die Passquote von 91,3 Prozent an diesem Turnier wird von keinem anderen Team übertroffen – können sie eine Defensive auch müde spielen.

Eine überraschende Stärke scheint an diesem Turnier noch dazugekommen zu sein. Gegen Jordanien erzielten die Nordafrikaner ihre beiden Tore nach Eckbällen. Standards hatten vor dem Turnier nicht zu den Waffen gezählt – nun scheint der zweifache Afrikameister aber auch da zugelegt zu haben.

FIFA WM 2026

SRF zwei, sportlive, 28.06.2026, 03:50 Uhr ; 

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