Im Vorfeld des WM-Sechzehntelfinals gegen Ecuador beschwören die Mexikaner, was zu beschwören geht, um nach der perfekten Gruppenphase keine Ernüchterung zu erleben. Der Trainer als Glücksbringer, die positive Bilanz und das Aztekenstadion als Festung – alles muss herhalten.
Ecuador kommt nicht nur mit dem Schwung des 2:1-Erfolgs im letzten Gruppenspiel gegen Deutschland. «Ecuador reist ins Aztekenstadion, um eine 24 Jahre alte Rechnung bei der Weltmeisterschaft zu begleichen», betonte die heimische Tageszeitung El Comercio.
2002 trafen beide Mannschaften zum bisher einzigen Mal an einer WM aufeinander. Ecuador verlor 1:2 und schied nach der Vorrunde der WM in Japan und Südkorea aus, Mexiko kam als Gruppenerster weiter. Trainer damals wie heute bei den Mexikanern: Javier Aguirre. Nicht zuletzt deswegen fragte die Zeitung Esto bereits mit Blick auf den Coach: «WM-Glücksbringer?»
Mexikos WM-Festung
Glück soll den Mexikanern auch der Spielort bringen, das Aztekenstadion. 80'824 Zuschauende und eine einzigartige Atmosphäre – auch diesmal werden die mexikanischen Fans mächtig Stimmung machen. «Die Fans sind für uns äusserst wichtig», sagte Stürmer Guillermo Martinez. «Das Azteka wird brennen!», prophezeite das Portal infobae.com bereits martialisch.
Das Stadion, in dem sich Pelé 1970 und Diego Maradona 1986 jeweils zum Weltmeister krönten, ist die WM-Festung der mexikanischen Nationalmannschaft. Drei Siege gab es 1970, drei Siege und ein Remis 1986. Das Aus kam jeweils im Viertelfinal in einem anderen Stadion.
Eine Statistik spricht aber gegen den Gastgeber: Mexiko wartet seit 1986 auf einen Sieg in der K.o.-Phase einer Weltmeisterschaft. Gegen Ecuador soll diese 40-jährige Durststrecke ein Ende nehmen.