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WM-1/8-Final: Dienstag, 22 Uhr Viel Erfahrung, viel Klasse: Kolumbien wird zum echten Prüfstein

Im WM-Achtelfinal am Dienstagabend (22:00 Uhr) wartet Kolumbien auf die Schweiz. Wir blicken voraus.

Das Kontinenten-Puzzle der Nati an der WM 2026 geht weiter. Nach Katar (Asien), Bosnien-Herzegowina (Europa), Kanada (Nordamerika) und Algerien (Afrika) bekommt es die Schweiz am Dienstag im Achtelfinal mit einem Gegner aus Südamerika zu tun: Kolumbien.

Live-Hinweis

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Das Duell zwischen der Schweiz und Kolumbien im WM-Achtelfinal können Sie am Dienstag live auf SRF zwei und in der Sport App mitverfolgen. Ab 21:10 Uhr stimmen wir Sie auf die Partie ein, der Anpfiff erfolgt um 22:00 Uhr.

Auf Radio SRF 3 wird die Partie durchkommentiert.

Wie bereits die letzten beiden Nati-Spiele findet auch der Achtelfinal in Vancouver statt. Sowohl gegen Kanada als auch gegen Algerien konnte die Schweiz in der kanadischen Provinz British Columbia gewinnen. Kolumbien hat nach dem Sieg über Ghana in Kansas City eine Reise über 2500 Kilometer und mehr als 3 Stunden hinter sich.

Bislang sehr überzeugende WM

Kolumbien ist wie die Schweiz an der WM 2026 noch ungeschlagen. Nach Siegen über Usbekistan und die DR Kongo reichte ein Unentschieden gegen Portugal zu Rang 1 in der Gruppe K. Im Achtelfinal zwang man Ghana bei deutlich höherer Temperatur, als sie in Vancouver herrscht, mit 1:0 in die Knie.

Trainer Nestor Lorenzo hat in diesem Jahr eine schlagkräftige Mannschaft am Start. Kolumbien spielt einen gepflegten, physischen, taktisch anspruchsvollen Fussball und wird wohl auch im BC Place auf lautstarke Unterstützung von den Rängen zählen dürfen. Lorenzo, selbst WM-Finalist 1990 mit Argentinien, hat eine sehr erfahrene Mannschaft nach Nordamerika mitgenommen. Das Durchschnittsalter beträgt mehr als 30 Jahre. Nur Panama und der Iran waren älter. Und kein einziger Akteur läuft in der heimischen Superliga auf.

Vorsicht auf die Offensive

Starspieler im kolumbianischen Team ist Luis Diaz. Der Offensivmann von Bayern München führt eine wirblige Angriffsreihe mit Altmeister James Rodriguez, Luis Suarez (nicht mit seinem uruguayischen Namensvetter zu verwechseln!) und Jhon Arias an. Meist laufen die Offensivaktionen im 4-3-3-System über Diaz' linke Seite, während sich Rodriguez in die Mitte fallen lässt und die Angriffe mit seinen Pässen einleitet.

Jhon Cordoba wird das Duell mit der Schweiz dagegen verpassen. Der Sturmtank verletzte sich gegen Ghana in der Startphase und fällt wegen einer Adduktorenverletzung voraussichtlich bis zum Ende der WM aus. Damit fehlt den Südamerikanern physische Präsenz im Offensivzentrum. Zu wünschen übrig lässt bei den Kolumbianern die Effizienz: Aus 79 Abschlüssen resultierten nur gerade fünf Treffer.

Harte Arbeit für Breel Embolo

Das Prunkstück der Mannschaft ist an der laufenden WM hingegen die Defensive. Goalie Camilo Vargas musste erst fünf Schüsse auf seinen Kasten parieren. Beim einzigen Gegentreffer gegen Usbekistan sah der 37-Jährige allerdings alles andere als gut aus.

Die Innenverteidiger Jhon Lucumi und Davinson Sanchez sind echte «Schränke», Breel Embolo wird am Dienstag keinen einfachen Abend verbringen. Besondere Vorsicht ist vor dem nominellen Rechtsverteidiger Daniel Munoz geboten: Mit zwei Toren ist er der Toptorschütze seines Teams und bestätigte damit auch seine starke Premier-League-Saison mit Crystal Palace.

Anders als die Schweiz, die bislang noch nicht auf einen «grossen» Namen des Weltfussballs traf, hat Kolumbien bereits einen Prüfstein hinter sich. Gegen Nations-League-Sieger Portugal bestand Lorenzos Equipe diesen mit Bravour: Das Starensemble um Cristiano Ronaldo kam zu keiner nennenswerten Chance und musste am Ende froh über das torlose Remis sein. Die Nati steht also vor ihrem ersten echten Härtetest an der laufenden WM.

SRF zwei, Sportlive, 03.07.26, 04:30 Uhr

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