- Spanien schlägt Österreich im WM-Sechzehntelfinal in Los Angeles verdient mit 3:0.
- Mikel Oyarzabal trifft doppelt, dazwischen erhöht Pedro Porro für die dominanten Spanier.
- Bei den tapfer kämpfenden Österreichern bringt auch die Einwechslung von Marko Arnautovic keine Besserung.
Nach einer Stunde wechselte Österreichs Nationaltrainer Ralf Ragnick doppelt. Marko Arnautovic und Sasa Kalajdzic sollten mit ihrer Angriffspower dafür sorgen, dass Österreichs Offensivspiel endlich etwas Wirkung entfaltet. Und natürlich, dass der 0:1-Rückstand gegen bis dahin überlegene Spanier noch gedreht werden kann.
Nur Sekunden nach seiner Einwechslung köpfelte Kalajdzic eine Flanke dann auch knapp drüber und sorgte für so etwas wie Torgefahr. Arnautovic rasselte später mit Goalie Unai Simon zusammen und meldete sich zumindest körperlich an.
Doch mehr als ein Strohfeuer war das nicht: In der 66. Minute traf Pedro Porro per Kopf zum 2:0 und entschied die Partie damit definitiv für Spanien. Beim 3:0 in der 89. Minute besass Mikel Oyarzabal dann schon grosse Freiheiten, weil die Österreicher noch einmal alles riskierten.
Tor aberkannt
Der Sieg war auch in dieser Höhe verdient für die Spanier. Das Team von Luis de la Fuente kontrollierte die Partie von Beginn an und liess den Gegner gar nicht erst in Los Angeles ankommen. Nach einer halben Stunde fiel das vermeintliche 1:0 durch Marc Cucurella. Weil beim Eckball aber Goalie Alexander Schlager angegangen worden war, zählte der Treffer nicht.
In der 36. Minute war Cucurella dann nicht mehr in der Rolle des Torschützen, sondern des Vorbereiters. Der Aussenverteidiger brachte einen Flachpass scharf in den Strafraum, wo Oyarzabal gekonnt und ziemlich locker zum 1:0 einschob.
Spanien noch ohne Gegentor
Die Spanier hätten durchaus noch mehr Tore erzielen können. Lamine Yamal war bei seinen Abschlüssen glücklos und scheiterte immer wieder an Schlager. Kurz vor der Pause setzte Alex Baena zudem einen Freistoss aus der Distanz ans Gebälk.
Weil Österreichs Offensivmannschaft auch in den Schlussminuten kein Feuerwerk mehr zünden konnte, blieben die vergebenen Chancen Spaniens unbestraft. Stattdessen steht nicht nur der souveräne Achtelfinaleinzug zu Buche, sondern auch das vierte Spiel an dieser WM ohne Gegentor. Für Torwart Simon bedeutet das WM-Rekord, 519 Minuten ohne Gegentor am Stück hat noch kein Torhüter geschafft.
Fast schon unglaublich: Dieses 3:0 ist der erste spanische Sieg in einem WM-K.o.-Spiel seit 16 Jahren.
So geht es weiter
Im Achtelfinal kommt's auf jeden Fall zu einem rein europäischen Duell. Spanien trifft auf den Sieger des Duells zwischen Portugal und Kroatien.