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WM 2026: 1/16-Final MEX-ECU Mexiko besiegt K.o.-Spiel-Fluch – ausgerechnet im Aztekenstadion

  • Mexiko gewinnt erstmals seit 1986 wieder ein K.o.-Spiel an einer Weltmeisterschaft.
  • Im Sechzehntelfinal in Mexiko-Stadt bezwingt der Co-Gastgeber Ecuador mit 2:0.
  • Die Tore erzielen Julian Quinones und Raul Jimenez in der ersten Halbzeit.

Perfekte Gruppenphase, Heimspiel und eine lange Niederlagenserie in WM-Ausscheidungsspielen: Mexiko war im Sechzehntelfinal gegen Ecuador unter Druck. Der erste Sieg in einer K.o.-Partie seit der Heim-WM 1986 und sieben Achtelfinal-Niederlagen de suite war gefordert – und das Team von Javier Aguirre lieferte.

Mexiko blühte vor den heimischen Fans einmal mehr auf und übernahm von der ersten Minute an das Zepter. Nach einigen ausgelassenen Chancen brachte Julian Quinones das Aztekenstadion in der 22. Minute ein erstes Mal zum Beben. Der Flügelspieler konnte nach einem perfekt getimten Querpass von Roberto Alvarado auf das gegnerische Tor losziehen. Im Strafraum schlug er einen Haken und hämmerte den Ball ansatzlos ins kurze Eck.

Jimenez erhöht

Kurz nach der Trinkpause konnte die überwältigende Mehrheit der 80'824 Fans im Stadion in Mexiko-Stadt erneut jubeln. Nach einem ungenügenden Klärungsversuch von Joel Ordonez passte Quinones in der 31. Minute zu Altstar Raul Jimenez, der schnell abschloss und präzise zum 2:0 traf.

Ecuador war bereits früh unter Zugzwang. Der Traum vom ersten Sieg in einem K.o.-Spiel schien zu entgleiten. Und abgesehen von einem Pfostenschuss durch John Yeboah nach einem Konter in der 18. Minute verzeichneten die Südamerikaner in der ersten Halbzeit auch keine gefährliche Torchance.

Hincapie sieht Rot – weil er seinen Mund verdeckt

Erst nach dem Seitenwechsel konnte das Team von Sebastian Beccacece die Spielkontrolle an sich reissen. Mexiko liess in der Defensive jedoch kaum etwas zu. Trotz fast 70 Prozent Ballbesitz spielte Ecuador in der zweiten Halbzeit nur eine aussichtsreiche Gelegenheit heraus. Kevin Rodriguez konnte die Kugel nach einem langen Ball von Moises Caicedo in der 74. Minute aber nicht an Mexiko-Goalie Jose Rangel vorbeispitzeln.

Fünf Schussversuche – davon keiner aufs Tor – und 0,49 erwartete Tore (xG) waren zu wenig, um einem gut aufgelegten Mexiko gefährlich zu werden und ein allfälliges Weiterkommen zu rechtfertigen. Zu allem Übel kam in der Nachspielzeit auch noch ein Platzverweis gegen Piero Hincapie hinzu. Der Verteidiger verdeckte seinen Mund, als er zu einem Gegenspieler sprach. Seit dieser WM wird dies mit einer roten Karte sanktioniert.

Wenig später pfiff Schiedsrichter Slavko Vincic ab. Mexiko brachte den Sieg souverän über die Zeit, kassierte auch im vierten WM-Spiel kein Gegentor – und beendete den K.o.-Spiel-Fluch nach zuletzt sieben Achtelfinal-Niederlagen de suite ausgerechnet in jenem Stadion, in dem es vor 40 Jahren letztmals ein Ausscheidungsspiel an einer WM gewonnen hatte.

So geht es weiter

Mexiko kommt im Achtelfinal erneut in den Genuss eines Heimspiels. Im Aztekenstadion trifft der Co-Gastgeber auf England oder die Demokratische Republik Kongo. Die Partie findet in der Nacht auf Montag Schweizer Zeit im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt statt.

WM 2026

SRF zwei, sportlive, 1.7.2026, 1:50 Uhr ; 

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