- Spanien trifft im WM-Viertelfinal in Los Angeles gegen Belgien spät und steht unter den letzten Vier.
- Matchwinner beim 2:1-Sieg ist wie schon im Achtelfinal Mikel Merino.
- Im Halbfinal kommt es damit am Dienstag in Dallas zum Kracher zwischen Frankreich und Spanien.
Er hat es wieder getan! Mikel Merino hat Spanien an der WM in Nordamerika wie schon im Achtelfinal mit einem späten Tor in die nächste Runde geschossen. Hatte der Arsenal-Spieler gegen Portugal in der 91. Minute zum 1:0 getroffen, schlug der Mann aus Pamplona gegen die Belgier «schon» in der 88. Minute zu. Zwei Minuten zuvor von Coach Luis De la Fuente eingewechselt, war Merino bei einem Abpraller zur Stelle und schoss Spanien ins Glück.
Für zwei belgische Protagonisten war dieses Gegentor doppelt bitter: Für Stammkeeper Thibaut Courtois, der sich in seinem 115. Länderspiel nach 71 Minuten unter Tränen verletzt hatte auswechseln lassen müssen und die Schlussphase auf der Bank verfolgte. Und für seinen Backup Senne Lammens, der unerwartet zu seinem erst 3. Länderspiel-Einsatz kam und beim Gegentor gar nicht gut aussah. Den Schuss von Pau Cubarsi hätte er behändigen oder zur Seite abwehren müssen. Doch Lammens liess den Ball vor die Füsse von Merino prallen.
Yamal glücklos – De Ketelaere mit Köpfchen
Trotz des späten und etwas glücklichen Siegtores geht der Erfolg der Spanier in Ordnung. Der Weltmeister von 2010 bestimmte das Geschehen über weite Strecken und kam auch zu mehreren guten Möglichkeiten. Sehr auffällig agierte Lamine Yamal. Der Barcelona-Star war sehr bemüht und hatte eine Handvoll vielversprechender Möglichkeiten. Yamal blieb aber glücklos.
Belgien, das mit Kevin De Bruyne und Jérémy Doku begann und kurzfristig Captain Youri Tielemans (er hatte sich beim Aufwärmen verletzt) ersetzen musste, hatte seine besten Momente vor und nach der Pause. In dieser Periode fiel auch der Ausgleich zum 1:1. In der 41. Minute flankte Timothy Castagne von rechts perfekt zur Mitte, wo Charles De Ketelaere energisch einnickte.
Simons Serie endet nach 649 Minuten
Für Spaniens Keeper Unai Simon endete damit eine eindrückliche Serie: Nach insgesamt 649 (!) WM-Minuten musste er sich erstmals wieder bezwingen lassen. Simons Serie hatte an der Endrunde 2022 im Gruppenspiel gegen Japan begonnen.
Auch Courtois lässt abprallen
Die ersten 30 Minuten der Partie hatten kaum Aufreger geboten. Spanien hatte zwar mehrheitlich den Ball, aber gefährliche Aktionen sprangen dabei nicht heraus. Doch in der 30. Minute ging es plötzlich schnell: Auf der rechten Seite spielten sich Yamal und Pedro Porro durch. Letzterer setzte im Strafraum Dani Olmo in Szene. Den Schuss Olmos konnte Courtois – auch er – nur nach vorne abwehren und Fabian Ruiz versenkte den Abpraller zum 1:0.
So geht es weiter
Spanien trifft im Halbfinal auf Frankreich, das sich am Donnerstag mit 2:0 gegen Marokko durchgesetzt hat. Die Partie findet am Dienstag um 21:00 Uhr Schweizer Zeit in Dallas statt.