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WM 2026: Gruppe E Bei Deutschland bleibt das grosse Rotieren trotz «Freispiel» aus

Da die DFB-Elf an der WM 2026 bereits als Gruppensieger feststeht, könnten gegen Ecuador Kräfte geschont werden. Doch es bleibt beim Konjunktiv.

Zwei Menschen, einer in einem Fussballtrikot, stehen und sprechen auf einem Spielfeld.
Legende: Kommt wieder nicht von Beginn weg zum Zug Deniz Undav (rechts) mit Trainer Julian Nagelsmann. imago images/Matthias Koch

Dank Siegen gegen Curaçao und die Elfenbeinküste steht Deutschland als Sieger der Gruppe E fest. Das abschliessende Gruppenspiel am Donnerstag (22 Uhr Schweizer Zeit) gegen Ecuador kommt für das Team von Julian Nagelsmann einem Freispiel gleich.

Totalumbau oder Rotation light? Diese Fragen stellten sich Nagelsmann. Der 38-Jährige kann bei der Aufstellung ausnahmsweise ohne Ergebnisdruck auswählen. Doch schon früh erklärte der DFB-Trainer: Es wird nur zwei Wechsel geben. Antonio Rüdiger wird Nico Schlotterbeck (Innenbandriss im Sprunggelenk) in der Innenverteidigung ersetzen, David Raum verteidigt hinten links für den angeschlagenen Nathaniel Brown (Adduktorenbeschwerden).

Ein weiterer aussichtsreicher Kandidat für die Startelf wäre Edeljoker Deniz Undav gewesen, der bereits drei WM-Tore auf seinem Konto hat. Doch der Super-Joker wird trotz fünf Skorerpunkten (drei Tore und zwei Vorlagen) zunächst wieder auf der Bank sitzen. Undav sei «in herausragender Form», betonte Nagelsmann, «aber wir wollen uns auf die K.o.-Phase vorbereiten». Der Stürmer gab sich locker: «Ich versuche einfach nur, guten Input zu bringen, ob es von Anfang an ist oder von der Bank. Es ist das Wichtigste, dass das Team gewinnt.»

Länger verletzte Spieler wie Jamal Musiala, Kai Havertz, Felix Nmecha und auch Rückkehrer Manuel Neuer bräuchten «Rhythmus». Damit erfüllt sich auch die Hoffnung von Oliver Baumann auf einen Einsatz nicht. Der Hoffenheimer galt lange als Nummer 1 in der DFB-Auswahl und musste erst kurz vor dem Turnier für Neuer weichen. Die Entscheidung sei «bei Olli auf Verständnis gestossen», sagte Nagelsmann.

Um das ganz grosse Ziel zu erreichen, müssen wir noch ein paar Prozente drauflegen.
Autor: Rudi Völler

Rudi Völler (DFB-Sportdirektor) hatte schon zuvor betont: «Wir wollen in diesem Flow bleiben, um danach auch im Sechzehntelfinal selbstbewusst aufzutreten.» Denn um das ganz grosse Ziel zu erreichen, «müssen wir noch ein paar Prozente drauflegen».

DFB-Rekord lockt

Gegen Ecuador gilt: Jeder Sieg beflügelt und stärkt das Selbstverständnis. Es winkt sogar ein DFB-Rekord. Zwölf Siege in Serie gelangen Deutschland erst einmal in seiner über 100-jährigen Geschichte. Und zwar von Mai 1979 bis Juni 1980 unter Jupp Derwall.

Programm-Hinweis

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Verfolgen Sie die abschliessenden Partien der Gruppe E am Donnerstagabend wie folgt:

  • Deutschland – Ecuador: ab 21:20 Uhr live auf SRF zwei, Anpfiff um 22 Uhr.
  • Curaçao – Elfenbeinküste: ab 21:50 Uhr live auf SRF info, Anpfiff 22 Uhr.

Beide Spiele gibt es auch live in der SRF Sport App zu sehen.

46 Jahre später kann Nagelsmann die Bestmarke egalisieren. Die letzte Niederlage setzte es für Deutschland Anfang September 2025 auswärts in der Slowakei ab (0:2).

Ecuador benötigt drei Punkte

Mehr auf dem Spiel steht am Donnerstag in East Rutherford für Ecuador. Das Team von Sebastian Beccacece, der bei den Fans erheblich in der Kritik steht, war in der WM-Qualifikation in Südamerika hinter Weltmeister Argentinien immerhin Zweiter geworden und mit einer Serie von 19 Partien ohne Niederlage zur WM gereist. An der Endrunde sind die Südamerikaner mit nur einem Zähler bisher viel schuldig geblieben und benötigen einen Sieg.

Der Elfenbeinküste reicht in Philadelphia bereits ein Punkt gegen Curaçao, um Platz zwei zu sichern. Der Underdog aus der Karibik will unterdessen weiter für Furore sorgen. Nach dem historischen Remis gegen Ecuador möchte der WM-Debütant auch die Ivorer überraschen.

Im Mittelpunkt könnte erneut Keeper Eloy Room stehen, der die Ecuadorianer zur Verzweiflung brachte. Die Truppe von Coach Dick Advocaat kann jedenfalls befreit aufspielen, hat man doch die Erwartungen an das kleinste WM-Teilnehmerland der Geschichte längst übertroffen.

Resultate

SRF zwei, sportlive, 20.06.26, 22:00 Uhr ; 

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