- Uruguay verliert in der WM-Gruppe H das letzte Gruppenspiel gegen Spanien mit 0:1.
- Damit bleibt die «Celeste» zum 2. Mal in Folge bei einer WM schon in der Gruppenphase hängen.
- Freuen darf sich hingegen Kap Verde (0:0 vs. Saudi-Arabien), das sich bei der 1. WM-Teilnahme gleich für die K.o.-Phase qualifiziert.
Uruguays Torhüter-Ikone Fernando Muslera ist wahrlich nicht zu beneiden. Es lief im Guadalajara-Stadion die 42. Minute, als sich der 40-Jährige nach einem Abschluss von Alex Baena erwischen liess. Der spanische Flügel schloss zwar nach kurzer Ballannahme etwas überraschend aus der Drehung ab, dennoch sah Muslera beim unplatzierten Schuss nicht gut aus – einmal mehr. Schon gegen Kap Verde hatte er einen Gegentreffer verschuldet.
Ein unglücklicher Treffer aus Sicht Uruguays – auch weil sich nur wenige Sekunden zuvor Mittelfeldspieler Manuel Ugarte schlimm verletzt hatte und auf dem Boden liegen geblieben war. Der 25-Jährige von Manchester United musste etwas später mit der Trage vom Platz gebracht werden. Nicht mehr auf dem Rasen erschien nach der Pause auch Muslera – Trainer Marcelo Bielsa ersetzte ihn durch Sergio Rochet.
Uruguay verliert Spiel und Nerven
Das 1:0 von «La Roja», Baenas 3. Länderspieltor, war das einzige grosse Highlight einer insgesamt sehr überschaubaren Partie mit dominanten Spaniern und harmlosen Uruguayern. Annähernd gefährlich wurde die «Celeste» fast nur dann, wenn Spanien in der eigenen Platzhälfte den Ball verlor. Die Abschlüsse waren aber jeweils leichte Beute von Unai Simon im spanischen Kasten.
Erst in den Schlussminuten – Spanien hatte zuvor durch Dani Olmo das mögliche 2:0 fahrlässig liegen gelassen – fasste Uruguay nochmals etwas Mut. Die Abschlüsse von Mathias Olivera (82.) und Nicolas De La Cruz (85.) hielt Simon allerdings sicher. Der Goalie von Athletic Bilbao ist nach 3 Partien noch immer ohne Gegentor. Weil Ferran Torres wenig später an der Latte scheiterte (86.), blieb es beim 1:0.
Damit verpasst Uruguay, seines Zeichens zweifacher Weltmeister, eine WM-K.o.-Runde nun bereits zum 2. Mal in Serie. Sinnbildlich dafür: Agustin Canobbio sah mit der letzten Aktion des Spiel aufgrund eines groben Fouls die rote Karte (95.).
Freudentränen bei Kap Verde
Uruguays Leid ist Kap Verdes Freud. Bei der 1. WM-Teilnahme schafften es die Kapverdier sogleich in die K.o.-Phase. Dafür reichte ihnen ein 0:0 in Houston gegen Saudi-Arabien. Es war im 3. Spiel das 3. Remis für das Team von Trainer Bubista. Der Jubel kannte einige Minuten nach dem Schlusspfiff – die Spieler schauten sich noch die Schlussphase des Parallelspiels zwischen Uruguay und Spanien an – keine Grenzen. Sowohl auf dem Rasen wie auch auf den Tribünen.
Kap Verde kam einem Tor näher als Saudi-Arabien. Besonders in der Schlussphase drückte der afrikanische Inselstaat nochmals mächtig aufs Gaspedal. Eine Glanztat des saudischen Keepers Mohammed Al-Owais verhinderte in der 74. Minute aber ein Tor durch Laros Duarte. Dieser Chance werden sie aber kaum nachtrauern. Im Sechzehntelfinal wartet nun niemand Geringeres als Titelverteidiger Argentinien.
So geht's in den 1/16-Finals weiter
- 2. Juli, 21:00 Uhr, Los Angeles: Spanien – Zweiter Gruppe J
- 4. Juli, 00:00 Uhr, Miami: Argentinien – Kap Verde