- Im Topspiel der Gruppe K setzt es in Miami zwischen Kolumbien und Portugal eine Nullnummer ab.
- Damit sind die Kolumbianer als Gruppenerste in den Sechzehntelfinals, die Portugiesen als Gruppenzweite.
- Ebenfalls in der K.o.-Phase steht die DR Kongo, die Usbekistan in Atlanta trotz Rückstand mit 3:1 schlägt.
Letztlich war es die Fussspitze Davinson Sanchez', die Kolumbiens perfekter Gruppenphase im Weg stand. Der Innenverteidiger hatte in der 91. Minute nach seinem vermeintlichen 1:0 gegen Portugal schon euphorisch gejubelt, ehe auf Abseits entschieden wurde. Beim ersten Hinschauen war eine Offsideposition nicht zu erkennen. Erst etwas später wurde klar, dass Sanchez nur ein paar wenige Zentimeter zu weit vorne gestanden hatte.
So endete eine muntere Partie zwischen Kolumbien und Portugal mit 0:0. Damit sicherten sich die Südamerikaner dank 2 Siegen und einem Unentschieden den Spitzenplatz in der Gruppe K vor dem Team um Superstar Cristiano Ronaldo (1 S, 2 U).
Starke Kolumbianer
Die Kolumbianer hätten sich einen 3. Vollerfolg verdient gehabt. Sie bestimmten mehrheitlich das Spiel und wiesen auch deutlich mehr Abschlüsse auf als Portugal (24:13). Besonders in der 1. Halbzeit hatten sie die Portugiesen immer wieder vor Probleme gestellt.
Nach nicht einmal einer Minute lenkte Stürmer Jhon Cordoba einen abgefälschten Schuss von Luis Diaz knapp über den Kasten. Etwa eine Viertelstunde später scheiterte Cordoba mit seinem Versuch an Torhüter Diogo Costa (17.), der anschliessend bei einem Weitschuss von Jhon Arias gleich nochmals eingreifen musste. Und als Costa in der 22. Minute nach einem Abschluss des auffälligen Arias schon geschlagen war, rettete Ruben Neves für ihn.
Portugal zu wenig zwingend
Seine beste und eigentlich einzige starke Phase hatte Portugal wenige Minuten vor der Pause. Bei der grössten Chance, als Bruno Fernandes aus kurzer Distanz abziehen konnte, stand Keeper Camilo Vargas im Weg (39.). Die Versuche von Neves aus der Distanz (40.) und Joao Felix nach einer starken Einzelaktion landeten über dem Gehäuse Kolumbiens.
Superstar Ronaldo blieb bis auf ein paar wenige Aktionen – ein Fallrückzieher von ihm wurde geblockt und einmal vergab er allein völlig freistehend – unsichtbar.
DR Kongo dreht Partie
Im Atlanta-Stadion freuten sich die Kongolesen euphorisch über den Einzug in die Sechzehntelfinals – danach hatte es bis zur 78. Minute aber nicht ausgesehen.
WM-Neuling Usbekistan lag nach einem Tor von Eldor Shomurodov, der den zu weit vor dem Tor stehenden Goalie Lionel Mpasi düpiert hatte (10.), lange Zeit in Führung. Dies auch, weil das vermeintliche 1:1 von Nathanaël Mbuku in der 17. Minute nach einem vorangegangenen Foul nicht gezählt hatte.
Mit einem Elfmeter sollte jedoch die Wende folgen. Der im Strafraum gefoulte Yoane Wissa verwandelte in der 68. Minute souverän zum Ausgleich. 10 Minuten später brachte Fiston Mayele die Kongolesen mit 2:1 in Front, was einen grossen Jubel zur Folge hatte – mit diesem Resultat würde die DR Kongo (anstelle von Südkorea) in die K.o.-Phase einziehen. Die Siegsicherung gelang Wissa in der 91. Minute mit dem 3:1 auf Vorlage von Ex-YB-Spieler Meschack Elia, der schon das 2:1 massgeblich eingeleitet hatte.
So geht's in den 1/16-Finals weiter
- 1. Juli, 18:00 Uhr, Atlanta: England – DR Kongo
- 3. Juli, 01:00 Uhr, Toronto: Portugal – Kroatien
- 4. Juli, 03:30 Uhr, Kansas City: Kolumbien – Ghana
Der Sieger zwischen Kolumbien und Ghana wäre der allfällige Achtelfinal-Gegner der Schweiz in Vancouver (7. Juli, 22:00 Uhr Schweizer Zeit).