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WM-Aufsteiger von Spanien Pedro Porro: Es drohte die Horror-, nun winkt die Märchen-Saison

Mit seinem Klub schlitterte Pedro Porro an der Katastrophe vorbei. Aus Spaniens WM-Team ist er nicht mehr wegzudenken.

Ein Fussballspieler im weissen Trikot jubelt mit erhobenen Armen.
Legende: Hat sich einen Stammplatz im spanischen WM-Team erkämpft Pedro Perro. Imago Images/Grzegorz Wajda

Hochs und Tiefs gehören gewiss zur Karriere eines Fussball-Profis dazu. Pedro Porro ist drauf und dran, beide Extreme innerhalb der gleichen Saison zu erleben. Der rechte Aussenverteidiger Spaniens wäre in der abgelaufenen Spielzeit um ein Haar mit seinem Klub aus der Premier League abgestiegen.

Ein Fussballspieler hält sich den Kopf auf dem Spielfeld.
Legende: Zum Haare raufen Die Saison von Pedro Porros Tottenham hätte beinahe mit dem Abstieg aus der Premier League geendet. Reuters/Paul Childs

Und Porro steht nicht bei irgendeinem Verein unter Vertrag, sondern bei Tottenham. Die «Spurs» lagen bis zum 35. Spieltag auf einem Abstiegsplatz, hielten auf Kosten von West Ham aber in extremis doch noch die Klasse. Das alles, nachdem der Londoner Traditionsklub vor einem Jahr noch den Europa-League-Triumph gefeiert hatte.

Carvajals Pech ist Porros Glück

Porro spielte heuer zwar keine überragende Saison, gehörte bei Tottenham aber dennoch zu den verlässlichsten und besten Akteuren. Sein Selbstvertrauen holte sich der 26-Jährige jeweils während den Zusammenzügen mit dem Nationalteam. In fünf der sechs WM-Quali-Partien stand Porro in Luis de la Fuentes Startelf. Das lag aber auch am Umstand, dass mit Dani Carvajal die vermeintliche Nummer 1 auf der Rechtsverteidiger-Position verletzungsbedingt für längere Zeit ausfiel.

Live-Hinweis

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Verfolgen Sie den WM-Final zwischen Spanien und Argentinien in New York live auf SRF zwei und in der SRF Sport App. Ab 19:30 Uhr stimmen wir Sie auf das grosse Endspiel ein. Anpfiff ist um 21:00 Uhr.

Die Partie kommentiert Sascha Ruefer. Im Studio diskutiert Moderator Rainer Maria Salzgeber mit den Gästen Fabian Frei, Peter Zeidler und Mladen Petric.

Porro wusste seine Chance zwar zu nutzen, fiel zum Ende der WM-Quali in der Hierarchie aber hinter Atletico Madrids Marcos Llorente zurück. Weil Carvajal bei Real Madrid ab Anfang Mai wieder einsatzfähig war, schien das WM-Ticket für Porro weg zu sein. Doch Nationaltrainer de la Fuente entschied sich gegen den nicht zu 100 Prozent fitten Carvajal und für Porro. Es war eine der wenigen – wenn nicht sogar die einzige Überraschung in Spaniens WM-Kader.

So freute sich Porro mit seiner Familie über die WM-Nomination

Llorente auf die Bank verdrängt

In der WM-Gruppenphase gegen Kap Verde (0:0), Saudi-Arabien (4:0) und Uruguay (1:0) wechselten sich Llorente und Porro ab, wobei Ersterer zwei Mal zum Einsatz kam. Deutlich mehr überzeugen – vor allem auch im Zusammenspiel mit Vordermann Lamine Yamal – konnte aber Porro. Und so setzte de la Fuente ab der K.o.-Phase von Beginn an nur noch auf den Tottenham-Akteur.

Eine Entscheidung, welche sich für Spanien auszahlen sollte. Porro wurde nicht nur seinem Ruf als offensivstarker Rechtsverteidiger gerecht, auch defensiv verrichtete der Mann aus Don Benito grundsolide Arbeit. Im Halbfinal gegen Frankreich liess Porro gegen Bradley Barcola, Désiré Doué und Kylian Mbappé nichts anbrennen – und krönte seine Glanzleistung mit dem herrlichen Treffer zum 2:0. Die Fifa zeichnete ihn nach dem Schlusspfiff gar als «Man of the Match» aus.

Wenn fit – er musste in der Schlussphase gegen Frankreich ausgewechselt werden –, wird Porro auch im WM-Final gegen Argentinien in der Startelf stehen. Dann bietet sich ihm die grosse Chance, sein ganz persönliches Märchen zu Ende zu schreiben.

FIFA WM 2026

SRF zwei, Sportlive, 14.07.2026, 21:00 Uhr ; 

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