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WM: Vor 1/16-Final POR vs. CRO Modric vs. Ronaldo: Der letzte Tanz zweier lebender Legenden

In der Nacht auf Freitag kommt es zum letzten WM-Gefecht zweier Legenden. Doch Oldie-Duelle dürften Zukunft haben – sagen Experten.

Zwei Fussballspieler auf einem Spielfeld während eines Spiels, links in rot-weissem Trikot, rechts in rotem Trikot.
Legende: Wer avanciert zum Überflieger? Luka Modric (l.) und Cristiano Ronaldo kommen zusammen auf 81 Jahre, 432 Länderspiele, 13 Champions-League-Trophäen – und 0 WM-Titel. Letzteres wollen beide ändern. Imago

Viermal gewannen beide zusammen mit Real Madrid die Champions League, nun agieren die «lebenden Legenden» als Kontrahenten: Luka Modric und Cristiano Ronaldo sind in die Jahre gekommen, doch sie treffen sich noch einmal für einen letzten Tanz auf der Weltbühne des Fussballs.

Wenn Ronaldos Portugiesen und Modrics Kroaten am Freitag um 1 Uhr morgens Schweizer Zeit in Toronto in der 1. K.-o.-Runde aufeinandertreffen, wird ein ehemaliger Weltfussballer den anderen Ex-Kollegen endgültig von der WM-Bühne schubsen. Die Bilanz spricht gegen den Kroaten: In 10 Aufeinandertreffen auf Klubebene oder mit dem Nationalteam hat der Edeltechniker noch nie gegen Ronaldo gewonnen.

Live-Hinweis

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Portugal und Kroatien treffen am Freitag um 1 Uhr Schweizer Zeit aufeinander. Auf SRF zwei sind Sie live dabei. Es kommentiert Dominic Ledergerber.

Modric ist 40 Jahre alt und überlegt, ob er nach dem Turnier weiterspielt. Ronaldo ist sogar schon 41 und für sein Team – abgesehen vom Duell mit Aufbaugegner Usbekistan – bislang mehr Belastung als Hilfe. Kaum vorstellbar, dass beide mit dann 44 und 45 Jahren bei der WM 2030 noch antreten werden.

Solche Duelle lebender Legenden des Fussballs dürfte es künftig vermehrt geben, zumindest im Hinblick auf die Erfahrung. Sagt die Wissenschaft. Viele frühere Mit- und Gegenspieler sind bei dieser WM dabei – als Trainer, TV-Experten. Oder als Mitglieder der «FIFA Technical Study Group», die dieses Turnier für den Weltverband analysiert.

In Miami stellte die Expertengruppe ihren Zwischenbericht vor: Wie geht das überhaupt – in diesem Alter noch Topleistungen auf WM-Niveau zu zeigen? Und das bei mehreren Spielern wie Modric, Ronaldo, Lionel Messi (39) oder Edin Dzeko (40)?

Wir werden immer mehr Spieler sehen, die bis mindestens 38, 39 spielen.
Autor: Pablo Zabaleta

Der langjährige argentinische Nationalspieler Pablo Zabaleta gehört zur «Study Group» und ist sich sicher: «Wir werden immer mehr Spieler sehen, die bis mindestens 38, 39 spielen.» Grund seien medizinische, sport- und ernährungswissenschaftliche Erkenntnisse. «Die Spieler bekommen alles, was sie benötigen. Sie wissen genau, was sie an Ernährung, Regeneration, Prävention oder zusätzlichem Training brauchen. Manche bezahlen einen eigenen Koch oder persönlichen Coach dazu.»

Spielintelligenz und Effizienz statt reiner Athletik

Der Sportmediziner Hans-Georg Predel bestätigt dies. «Aus physiologischer Sicht nimmt die maximale körperliche Leistungsfähigkeit zwar bereits ab dem 3. bis 4. Lebensjahrzehnt langsam ab. Dieser Prozess verläuft jedoch deutlich langsamer als früher angenommen.»

Hinzu kommt: «Spitzenfussball ist weit mehr als reine Athletik», sagt Predel. «Er basiert auf einem komplexen Zusammenspiel aus Technik, Spielintelligenz, Antizipation, taktischem Verständnis und Erfahrung.» Darin würden Spieler mit zunehmendem Alter sogar besser, kompensierten «durch effizientere Laufwege, bessere Entscheidungen und ein exzellentes Stellungsspiel».

So auch Ronaldo und Modric. Der Unterschied bei dieser WM ist nur: Bei den Portugiesen stören sich einige aufstrebende Spieler offensichtlich daran, dass sich alles immer nur um «CR7» dreht. Bei den Kroaten ist die Verehrung für Modric weiter grenzenlos. «Luka ist unglaublich», schwärmte Teamkollege Nikola Vlasic. «Es ist so, als könnte er die Zeit anhalten – und wir sind immer noch zehn Jahre zurück.»

FIFA WM 2026

SRF zwei, Sportlive, 28.6.26, 1:30 Uhr ; 

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