Das Sportportal The Athletic spinnt die angebliche Schwalben-Szene in der 72. Minute weiter. Unter Berufung auf ein neues Rundschreiben des International Football Association Board (IFAB) sei der Platzverweis gegen Breel Embolo nicht gerechtfertigt.
Der Schweizer kassierte im WM-Viertelfinal gegen Argentinien (1:3 n.V.) nach VAR-Eingriff Gelb-Rot. Laut IFAB sei dieses Vorgehen nicht mit den geltenden Regeln vereinbar. Die sogenannte «Mistaken Identity»-Bestimmung diene ausschliesslich dazu, einen irrtümlich verwarnten oder des Feldes verwiesenen Spieler zu identifizieren.
Hingegen dürfe sie nicht verwendet werden, um einen Entscheid nachträglich von Foul in Schwalbe umzudeuten. Das IFAB hält gemäss The Athletic zwar fest, dass diese Auslegung während der WM teilweise positiv bewertet worden sei. Bis zu einer Überprüfung des VAR-Protokolls wird sie ausgesetzt. Die Uefa und Swiss Football League hatten bereits zuvor angekündigt, die Regel im Sinne der IFAB anzuwenden. Die nun veröffentlichte Klarstellung bestätigt diese Auslegung.
So reagiert der SFV
Wie reagiert der Schweizerische Fussballverband auf diese neusten Entwicklungen? SRF hat den SFV um eine Stellungnahme gebeten, woraufhin dieser antwortete: «Das IFAB-Zirkular bestätigt uns in unseren ersten Emotionen während und nach dem Spiel gegen Argentinien. Das tut natürlich weh. Am Ergebnis des Spiels lässt sich aber nichts mehr ändern. Es zeigt sich einmal mehr, wie wichtig präzise, einfach verständliche und einheitlich angewendete Spielregeln für den ganzen Fussball sind.»