Das eine «Blauweiss» hadert, das andere jubelt

Die Cup-Halbfinals haben für die beiden «Blauweissen» unterschiedliche Ausgänge genommen: Während sich in Luzern die Krise akzentuiert, sendet der FC Zürich ein Lebenszeichen.

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Einmal Euphorie, einmal Depression bei «Blauweiss»

2:59 min, vom 3.3.2016

Verkehrte Welt in den Cup-Halbfinals: Der FC Luzern sah sich mit dem Heimspiel gegen Lugano einer machbaren Aufgabe gegenüber – und scheiterte. Dagegen musste der in der Super League kriselnde FCZ im Wallis bei der Cup-Macht Sion ran – und siegte überraschend klar.

Während die «Blauweissen» aus der Innerschweiz damit tiefer in die Krise schlittern, können die «Blauweissen» aus der Limmatstadt zumindest vorerst aufatmen. Die unterschiedliche Stimmungslage bringen diese beiden Zeitungen auf den Punkt:

  • Neue Luzerner Zeitung: «Was für eine Schmach, was für eine Bitterkeit! [...] Es ist Stägers Waterloo.»
  • Neue Zürcher Zeitung: «Es mutet surreal an, aber es ist nichts als die Wahrheit: Der taumelnde FC Zürich [...] kann in dieser Saison einen Titel gewinnen.»

Babbel: «Eine grosse Enttäuschung, ganz klar»

2:35 min, vom 3.3.2016

Grosse Enttäuschung in Luzern

Bei FCL-Coach Markus Babbel machte sich nach der 1:2-Niederlage offenbar eine gewisse Ratlosigkeit breit. «Die Jungs haben mir überhaupt nicht den Eindruck vermittelt, dass sie unsicher wären. Im Gegenteil», so der Deutsche. Stattdessen habe er «ein sehr, sehr gutes Gefühl gehabt».

Doch das schlug sich nicht auf dem Platz nieder. Nach der fünften Niederlage im fünften Spiel 2016 dürften Babbel und Präsident Rudolf Stäger den Unmut der Fans mehr denn je zu spüren bekommen.

Hyypiä: «So müssen wir das auch in der Liga machen»

2:23 min, vom 3.3.2016

Leise Erleichterung in Zürich

Dagegen war die Erleichterung in Zürich gross, auch wenn sich Trainer Sami Hyypiä nicht zu Begeisterungsstürmen hinreissen liess. «Ich bin froh, dass wir eine gute Leistung gezeigt haben und den Final erreichen konnten», so der Finne trocken.

Dagegen frohlockte Präsident Ancillo Canepa: «Jetzt können wir mit viel Selbstvertrauen und einem guten Gefühl in die nächsten Spiele gehen und vielleicht eine Siegesserie starten.»

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 2.3.2016, 18:45 Uhr