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Final im Schweizer Cup Gaal, Görtler und Witzig stillen die St. Galler Titel-Sehnsucht

  • Der FC St. Gallen gewinnt den 101. Schweizer Cupfinal gegen Stade-Lausanne-Ouchy verdient mit 3:0.
  • Die Ostschweizer feiern damit den ersten Titel seit der Meisterschaft im Jahr 2000.
  • Nach dem frühen Führungstor sieht Cup-Goalie Lukas Watkowiak für eine Notbremse Rot. Davon lässt sich der FCSG aber nicht beirren: Lukas Görtler und Christian Witzig erzielen nach der Pause die Tore 2 und 3.

«Mached eu unsterblich» stand während dem Cupfinal im Wankdorf in grossen Lettern vor der St. Galler Kurve. Die Fans forderten von ihrer Mannschaft gegen Stade-Lausanne-Ouchy nicht weniger als den ersten Titel seit der Meisterschaft vor 26 Jahren. Und die Schützlinge von Enrico Maassen lieferten.

Spätestens nach dem 2:0 durch Lukas Görtler in der 65. Minute glich das Wankdorf einer Festhütte. Der Captain verwandelte einen strittigen Penalty souverän. Schiedsrichter Luca Cibelli hatte nach Video-Konsultation kurz davor auf Foul gegen Aliou Baldé im Strafraum entschieden und auf den Punkt gezeigt.

Witzig macht den Deckel drauf

Die Schlussphase gestaltete sich für die seit der 44. Minute in Unterzahl agierenden St. Galler mit dem Zwei-Tore-Vorsprung so wesentlich gemütlicher. Challenge-Ligist SLO zeigte sich zwar bemüht und spielte sich einige gefährliche Chancen heraus – so etwa einen Pfostenschuss durch Vasco Tritten kurz nach Görtlers Penalty-Tor.

Auch Sion freut sich über den St. Galler Cupsieg

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Durch den Cupsieg der Ostschweizer darf in der nächsten Saison auch der viertplatzierte FC Sion europäisch spielen. Der FCSG tritt in der 2. Quali-Runde zur Europa League an, Sion in der 2. Quali-Runde zur Conference League.

Das Anschlusstor, das im Wankdorf noch einmal für Spannung gesorgt hätte, wollte den Waadtländern bis zum Schluss aber nicht gelingen. Im Gegenteil: Der in der 90. Minute eingewechselte Christian Witzig erzielte in der Nachspielzeit mit seinem ersten Ballkontakt spektakulär das 3:0. Damit war die Partie entschieden.

Wenig später beendete Cibelli das Spiel – und auf dem Platz wie auf den Rängen brachen alle Dämme. Der langersehnte Titel – der zweite St. Galler Cupsieg nach 1969 – war Tatsache.

Drei Männer in einer Glasloge bei einem Sportereignis.
Legende: Prominente Unterstützung für St. Gallen Hockey-Nati-Spieler Timo Meier lässt sich den Cupfinal nicht entgehen. Der Ostschweizer nutzt die spielfreie Zeit an der WM, um den FCSG im Wankdorf zu unterstützen. Freshfocus/Philipp Kresnik

Optimale erste Halbzeit – bis zur 44. Minute

St. Gallen hatte dem Cupfinal von der ersten Minute an den Stempel aufgedrückt. Schon in der 8. Minute konnten sich die Ostschweizer mit dem Führungstreffer durch Tom Gaal belohnen. Nach einer Flanke von Görtler legte Baldé per Kopf quer, ehe der Abwehrspieler einschob.

Auch im weiteren Verlauf der Halbzeit lief aus St. Galler Sicht alles nach Plan. Nur die Chancenverwertung liess zu wünschen übrig. SLO fand offensiv kaum statt. Bis sich FCSG-Schlussmann Lukas Watkowiak in der 44. Minute einen folgenschweren Fehler leistete.

Der aufgerückte Cup-Goalie schoss den heranbrausenden Vasco Tritten beim Versuch eines langen Abschlags an. Der Ball prallte vom SLO-Angreifer ab in Richtung Tor. Watkowiak sah keinen anderen Ausweg, als die Notbremse zu ziehen. Er hielt Tritten am Trikot zurück und verhinderte damit zwar den Ausgleich. Der 30-Jährige wurde aber vom Platz gestellt. Lawrence Ati Zigi kam für Alessandro Vogt in die Partie. Ein Preis, den man aus St. Galler Sicht letztlich gerne zahlte.

Schweizer Cup

SRF zwei, sportlive, 24.5.2026, 13:30 Uhr ; 

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