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Wenn der Kleine den Kleinen fordert (Radio SRF 1, Morgengespräch)
abspielen. Laufzeit 04:08 Minuten.
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Gute Perspektiven für «Kleine» Mit «Freilos» in den Cup-Viertelfinal?

Zwei Vertreter unterer Ligen werden dank günstiger Auslosung den Cup-Viertelfinal erreichen. Das hat Seltenheitswert.

Der FC Béroche-Gorgier hat es als Zweitligist weit gebracht: Das Team aus dem 2000-Seelen-Dorf am Neuenburgersee empfängt am Dienstagabend den FC Bavois (Promotion League) zum ersten Cup-Achtelfinal (ab 19.30 Uhr im Live-Stream auf srf.ch/sport und in der Sport App).

Das kleine Romand-Derby wird kaum so viel Aufmerksamkeit erhalten wie tags darauf das Kräftemessen der Super-League-Schwergewichte YB und Zürich. Doch finden beide Duelle auf der gleichen Wettbewerbsstufe statt.

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Der FCZ trifft im Cup-Achtelfinal auf YB
Aus Sport-Clip vom 15.09.2019.
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Super-League-Teams ungesetzt

Die Konstellation wurde möglich, weil im Cup die Super-League-Teams ab dem Achtelfinal ihren Gesetzten-Status verlieren. So treffen am Donnerstag mit Bulle (1. Liga) und Rapperswil-Jona (Promotion League) noch einmal zwei Mannschaften aufeinander, die nicht den beiden höchsten Ligen angehören.

Béroche-Gorgier mit historischer Chance

Zum Vergleich: In der Saison 2017/18 waren die Super-League-Teams in den Viertelfinals noch unter sich gewesen. Dass mehr als ein Amateurklub (1. Liga oder tiefer) im Viertelfinal vertreten war, gab es seit Einführung der Super League erst zweimal:

  • Saison 2005/06: Servette (1. Liga), FC Locarno (1. Liga)
  • Saison 2014/15: SC Buochs (2. Liga inter) und FC Münsingen (1. Liga)

Sollte Béroche-Gorgier den Coup schaffen, wäre dies gemäss Philippe Guggisberg wohl gar eine Premiere. «Ich kann mich nicht erinnern, dass je ein Klub aus der sechsthöchsten Liga im Cup-Viertelfinal gestanden ist», so der Head of Communications der SFL.

Mit dem FC Schötz war 1996 zwar ebenfalls ein Zweitligist unter den letzten 8 Teams. Damals war dies jedoch noch die vierthöchste Liga.

Béroche-Gorgier GC
Legende: Party trotz 0:9 Der FC Béroche-Gorgier musste sich 2010 in der 1. Cup-Runde GC geschlagen geben. Keystone

Die erhöhten Chancen der «Kleinen» auf einen Vorstoss in spätere Phasen des Wettbewerbs haben aber auch eine Schattenseite: Ihnen droht, im Achtelfinal auszuscheiden, ohne je ein lukratives Heimspiel gegen einen Super- oder Challenge-Ligisten ausgetragen zu haben.

FCZ-Unmut an anderer Baustelle

Der Modus, der das Aufeinandertreffen der SL-Teams bereits im Achtelfinal ermöglicht, scheint indes bei den Oberklassigen weitgehend akzeptiert zu sein.

In Zürich regte man sich nach der Auslosung im September vielmehr darüber auf, dass man gegen YB auf das Heimrecht verzichten muss. Dies, weil das unterklassige GC gleichentags im Letzigrund gegen Luzern spielt.

Quelle: sfv.ch

Sendebezug: Radio SRF 1, Morgengespräch, 29.10.2019, 06:15 Uhr.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Heinz Hugentobler  (hevrins)
    Erlaube mir auch noch eine Bemerkung zum FC Bavois. Kaum jemand weiß wo dieses nur rund 800 Einwohner zählende Dorf, mit einem Schloss, liegt. Absolut erstaunlich, dass dieser FC Bavois in der Promotions-Liga spielt, notabene die dritte Saison. So oder so, einer dieser beiden Clubs wird das Viertelfinale erreichen, was eben den Cup interessant macht. Hoffentlich dann mit einem Heimspiel.
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  • Kommentar von Peter Imber  (Wasserfall)
    Die Stadtzürcher können sich nur über sich selbst aufregen. Ein Jammerspiel was sich in dieser Stadt bezüglich Stadionbau seit Jahren abspielt. Hoffentlich bezahlen die Berner den notwendig gewordenen Spielortwechsel nicht einmal mehr mit hohen durch Chaoten verursachten Sachbeschädigungen an öffentlichem und privatem Gut. Die friedlichen Zürcher Fans sind natürlich herzlich willkommen.
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    1. Antwort von Markus Ernst  (derernst)
      Die Stadion-Geschichte tut nichts zur Sache, da auch ein neues Stadion von beiden Clubs benützt würde. Diese Regel benachteiligt die Zürcher Clubs und ist völlig unnötig, da ja sowieso an mehreren Tagen gespielt wird.
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  • Kommentar von Rolf Wysshaar  (Seeländer)
    Schon fast eine Frechheit, daran zu denken, SL-Teams im ⅛ Final setzen zu wollen. Im Gegenteil, das sollte gar nicht geschehen. Cup bedeutet Zufall und Chance für die Kleinen. Deshalb langweilt michvdie Championsleague schon lange, wo es dann beim Ausscheiden noch den Trost der EL, was dessen Wert wiederum vermindert, auch wenn damit vielleicht ein Topklub mitspielt. Es ist ein Verlierer, deshalb Cup der Verlierer. Also lasst wenigstens den Schweizer Cup, Cup sein.
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    1. Antwort von matthias eggenberger  (Onkel)
      Super Kommentar Herr Wysshaar! Sie sprechen mir aus der Seele!
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