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Vor Cup-Hit gegen Thun Aus 43 mach 20: Wil spart sich zum Erfolg

Wil überzeugt in der Challenge League und will im Cup einen Klub ärgern, der für die Ostschweizer ein Vorbild sein kann.

Sandro Lombardi gehört zu den wenigen Routiniers im Kader des FC Wil.
Legende: Captain Sandro Lombardi gehört zu den wenigen Routiniers im Kader des FC Wil. Freshfocus

Nach turbulenten Jahren ist beim FC Wil wieder Ruhe eingekehrt. Über Nacht haben türkische Investoren den Klub im Februar 2017 verlassen, einen Schuldenberg von 20 Millionen und einen sportlichen Scherbenhaufen hinterlassen.

20 Monate später steht der Klub sportlich und finanziell deutlich besser da. Ex-VR-Präsident Roger Bigger und dessen Nachfolger Maurice Weber haben den FC Wil stabilisiert.

Legende: Video Weber: «Irgendjemand muss die Rechnungen begleichen» abspielen. Laufzeit 01:11 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 31.10.2018.

«Wir haben das Budget im Griff», sagt Weber, auch wenn nach wie vor Altlasten aus der türkischen Ära bestehen. «Diese Rechnungen werden Franken für Franken, Monat für Monat beglichen», so Weber.

Drastische Reduktion des Kaders

Auch sportlich geht es mit den Ostschweizern bergauf. Letzte Saison konnte Wil den Ligaerhalt nur dank dem freiwilligen Abstieg von Wohlen verhindern. In der aktuellen Spielzeit liegen die Ostschweizer weit vorne in der Tabelle. Der Kader wurde von 43 Spielern (!) auf 20 Mann verkleinert.

«Dadurch ist im Team viel Ruhe eingekehrt», analysiert Captain Sandro Lombardi. Der 32-jährige Mittelfeldspieler gehört zu den wenigen Routiniers im Team von Coach Konrad Fünfstück. «Wir haben nun ein gesundes Team, einen guten Teamgeist. Das zahlt sich auf dem Feld aus.»

Legende: Video Sandro Lombardi: «Jeder geht für jeden» abspielen. Laufzeit 00:44 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 31.10.2018.

Thun als Gegner und Vorbild

Das soll am Mittwoch Thun in den Cup-Achtelfinals zu spüren bekommen. Auch die Berner Oberländer sind eine Liga höher hervorragend in die Saison gestartet. Und machen Wil seit Jahren vor, wie man aus bescheidenen Mitteln das Optimum herausholt.

Legende: Video Weber: «Der eine oder andere passte nicht ins Team» abspielen. Laufzeit 02:06 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 31.10.2018.

Sendebezug: Radio SRF 4 News, Morgenbulletin, 31.10.2018, 07:17 Uhr

2 Kommentare

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  • Kommentar von Josef Graf (Josef Graf)
    Wenn man sich anhört, was Herr Weber zu sagen hat, bekommt man einigermassen eine Ahnung davon, was es heisst, einen Club der Swiss Football League zu führen. Das ist kein Honiglecken, sondern harte Arbeit, die nur wenige Leute leisten wollen. Daran sollte jene denken, die hier jeweils in die Tasten hauen, um bei irgendeinem Verein den Rücktritt eines Präsidenten oder des ganzen Vorstandes zu verlangen.
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    1. Antwort von Daniel Hüppin (Daniel Hüppin)
      Dem letzten Satz von Herrn Graf kann ich mich nur anschliessen. Und er betrifft mit Sicherheit nicht nur die Swiss Football League, also den Schweizer Fussball. Das gleiche gilt sicher auch für die Vereine des Schweizer Eishockeys und anderer Sportarten. Und ebenso würde ich auch die Schweizer Sportverbände mit einschliessen. Auch deren Führung ist mit Sicherheit kein Honiglecken.
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