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Schweizer Nationalmannschaft Getrübter 1. Nati-Sieg des Jahres

Acht Tage vor dem ersten Match an der EURO hat die Schweizer Nationalmannschaft ihren ersten Sieg 2016 eingefahren. Admir Mehmedi schoss die Nati zum 2:1-Sieg über Moldawien.

  • Mehmedi erzielt seinen 4. Treffer im Nati-Dress
  • Bürki im Pech: Nichts zu tun und doch bezwungen
  • Dzemaili wird von Petkovic zusammengestaucht

Mehmedi traf in der 75. Minute aus rund 7 Metern zum 2:1. Die Einwechslung des Leverkuseners nach der Pause hatte für deutlichen Schwung in der Schweizer Offensive gesorgt.

Kurz zuvor hatte Moldawiens Radu Ginsari völlig überraschend das 1:1 erzielt. An seinen Distanzschuss ins lange Eck kam Keeper Roman Bürki nicht mehr heran. Das frühe 1:0 war ein Eigentor von Stanislav Namasco gewesen: Ein Kopfball von Blerim Dzemaili an die Latte prallte vom Hinterkopf des moldawischen Keepers hinter die Linie (12.).

Dzemaili auffällig - positiv und negativ

Dzemaili war ein Aktivposten im Schweizer Spiel, sündigte aber gleich mehrmals im Abschluss und wurde bei seiner Auswechslung von Nati-Coach Vladimir Petkovic zurechtgewiesen, weil er beim Schiedsrichter reklamiert hatte.

Legende: Video Das kuriose 1:0 abspielen. Laufzeit 0:40 Minuten.
Vom 03.06.2016.

Moldawien kein Gradmesser

Der Sieg gegen die deutlich unterlegene Nummer 159 der Weltrangliste ging in Ordnung, eine Glanzleistung war der Auftritt aber beileibe nicht. Die nicht immer sattelfeste Defensive, Abspielfehler im Spielaufbau und die schlechte Chancenauswertung trübten die Bilanz.

Petkovic testet in der Abwehr

Petkovic hatte gegenüber seiner möglichen EURO-Startformation zwei Änderungen vorgenommen: Im Tor begann Roman Bürki für Yann Sommer, in der Innenverteidigung testete der Nati-Coach mit Fabian Schär und Steve Von Bergen zwei mögliche Nebenleute des gesetzten, aber geschonten Johan Djourou.

In der Sturmspitze konnte Eren Derdiyok (Haris Seferovic war nach seiner unnötigen roten Karte gegen Belgien gesperrt) keine Impulse setzen. In der 2. Hälfte gab es eine (wirkungsvolle) Rotation: Derdiyok musste weichen, Breel Embolo rückte bei seinem Comeback ins Zentrum, seine Position linksaussen übernahm Mehmedi.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 3.6.16, 17:30 Uhr

52 Kommentare

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  • Kommentar von Adi Witsch, Henniez
    Wir sind Europa- und Weltmeister! Im Jammern.
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  • Kommentar von Ryan Knee, Muttenz
    Fussballkommentatoren, wenn einer das Dress der CH-Nati trägt ist er ein Schweizer,Punkt. Die Leistung der Mannschaft war gestern wieder nicht gut. Da ist keine Leidenschaft, kein Wille und keine Kreativität einmal etwas Überraschendes zu versuchen. Die Auftritte von Schär und Xhaka, sowas von uninspiriert habe ich noch selten gesehen. Was auf keinen Fall funktionieren wird, ist dann an der EM den Schalter dann einfach auf "Ein" zu drücken, für sowas ist die Mannschaft zuwenig gefestigt.
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  • Kommentar von Jim James, Zürich
    Alle Spieler in der Schweizer Mannschaft haben zwingend den Schweizer Pass, d. h. sie sind Schweizer. Eine Argumentation dagegen ist im Grundsatz immer rassistisch, da sie auf anderen, angeborenen Kriterien basieren muss, die den Schweizer von anderen Nationalitäten unterscheiden. Diese Kriterien, liebe Leute, existieren aber nicht. So einfach ist das.
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    1. Antwort von Reto Munteler, Zürich
      @Jim James; Ihre Argumentation klingt plausibel und somit natürlich auch der Vorwurf der rassistischen Haltung. Ohne mich auf eine bestimmte Seite stellen zu wollen: Sie müssen auch sehen, dass weite Teile der Bevölkerung schon seit langem immer wieder kritisierte, Menschen mit zugewanderten Nationalitäten den Schweizer Pass zu übergeben. Dafür hatte man aber kein oder wenig Gehör. Falls Schweizer tatsächlich ein Rassismus-Problem haben sollten, dann wurde auch gehörig viel dafür (nicht) getan.
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