Fatale Folgen: Chile verpasst WM wegen erfolgreichem Protest

Chile fährt als Gruppen-6. der Südamerika-Quali nicht an die WM in Russland. Im Nachhinein wurde den Südamerikanern ein erfolgreicher Protest zum Verhängnis.

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Bildlegende: Schmerzhaft Chile fährt nicht nach Russland, weil es erfolgreich Protest eingelegt hat. Keystone

Chile hat auf kuriose Art und Weise die Qualifikation für die WM 2018 in Russland verpasst. Den Südamerikanern fehlte mit Rang 6 in der Endabrechnung nicht nur ein Platz für die Barrage – ein erfolgreicher Protest im Oktober 2016 hat nun fatale Folgen. Wie konnte das passieren?

  • Die Chilenen hatten im Oktober 2016 bei der Fifa das 0:0 in Bolivien beanstandet, weil der gegnerische Verteidiger Nelson Cabrera noch nicht spielberechtigt gewesen war.
  • Chile bekam Recht und einen 3:0-Sieg zugesprochen.
  • Gleichzeitig wurde aber auch der 2:0-Erfolg Boliviens gegen Peru in eine 0:3-Niederlage umgewandelt, weil Cabrera auch in diesem Spiel zum Einsatz gekommen war.
  • In der Endabrechnung in Südamerika verpasste Chile als Sechster schliesslich ganz knapp die Playoffs (gegen Neuseeland), nur die Tordifferenz gab den Ausschlag zugunsten Perus.

Und nun kommt die ganz bittere Pille für Chile: Ohne den Protest hätte der Copa-America-Gewinner Platz 5 belegt – und würde nun die Barrage bestreiten.