Ein schwacher Start, dann die grosse Aufholjagd – und zum Schluss dank 0,003 Sekunden Vorsprung der strahlende Sieger im Rennen über 110 m Hürden: Jason Josephs Premieren-Triumph an einem Diamond-League-Meeting vor Jahresfrist in Rom war nichts für schwache Nerven.
«Dieser Sieg wird immer in guter Erinnerung bleiben», sagt Joseph. Und doch weiss er, dass vergangene Erfolge in der Gegenwart nichts zählen: «Es ist eine neue Saison mit neuen Läufern und neuen Aussichten. Ich muss es mir neu erkämpfen.»
«Ich bin super im Fahrplan»
Die Freiluftsaison hatte Joseph im Mai in China lanciert, zwei Diamond-League-Meetings hat der 27-Jährige hinter sich. Zuletzt schaute ein vierter Platz heraus. Die Vorzeichen für Rom stehen bestens: «Ich fühle mich gut, ich fühle mich fit. 95 Prozent meiner Trainings konnte ich durchführen. Deswegen habe ich das Gefühl, dass ich super im Fahrplan bin.»
Trotzdem ruft Joseph in der italienischen Hauptstadt nicht den erneuten Sieg als Hauptziel aus. Sondern: «Mein Rennen wieder durchziehen und die schnellen Zeiten wiederfinden.»