- 800-m-Läuferin Lore Hoffmann kann beim Diamond-League-Meeting in Doha nicht mit den Besten mithalten und belegt Rang 11.
- Ausser der Walliserin sind keine Schweizerinnen und Schweizer am Start.
- Emma Zapletalova (400 m Hürden), Pedro Pablo Pichardo und Davisleidy Velazco (Dreisprung) gelingen Jahresweltbestleistungen.
In Abwesenheit der Überfliegerinnen Audrey Werro und Keely Hodgkinson wurde das 800-m-Rennen der Frauen beim Diamond-League-Meeting in Doha zur Beute der US-Amerikanerin Addison Wiley. Sie hielt in der Schlussphase dem Angriff der Äthiopierin Tsige Duguma stand und gewann in 1:57,98 Minuten. Lore Hoffmann blieb als 11. einmal mehr über der 2-Minuten-Marke (2:01,96). Diese knackte die Walliserin in diesem Jahr erst einmal, allerdings in der Halle.
Werro und Hodgkinson fehlten ebenso wie ein Grossteil der Weltelite. Das Meeting hätte eigentlich am 8. Mai stattfinden sollen, musste aber wegen der unsicheren Lage im Nahen Osten verschoben werden.
Drei Jahresweltbestleistungen
An Emma Zapletalova gibt es über 400 m Hürden momentan kein Vorbeikommen. Die Slowakin verbesserte ihre eigene Jahresweltbestleistung um 28 Hundertstel und setzte sich in 52,30 Sekunden mit Meeting-Rekord überlegen vor Rushell Clayton (JAM) und Kemi Adekoya (BRN) durch. Zapletalova hatte zuvor bereits die Diamond-League-Meetings in Rabat, Rom und Oslo gewonnen.
Neben Zapletalova sorgten auch Pedro Pablo Pichardo (POR, Männer) und Davisleidy Velazco (CUB, Frauen) im Dreisprung für Ausrufezeichen. Ihre Weiten sind in diesem Jahr unübertroffen. Pichardo sprang auf 17,71 Meter, Velazco auf 15,13.
Über 400 m ging Olympiasiegerin Marileidy Paulino aus der Dominikanischen Republik erstmals in dieser Saison in der Diamond League an den Start. Sie lieferte: In 48,91 Sekunden stellte sie einen neuen Meeting-Rekord auf.
Soufiane El Bakkali wurde derweil seinem Ruf als Doha-Spezialist gerecht. Der Marokkaner gewann über 3000 m Steeple. Es war sein dritter Sieg beim dritten Start in der katarischen Hauptstadt.
110 m Hürden: Weltmeister Tinch schlägt zurück
Nach seinem Weltmeistertitel im letzten Herbst in Tokio hatte Hürdensprinter Cordell Tinch hinter seinem US-amerikanischen Landsmann Jamal Britt anstehen müssen. Britt war auch in Doha auf Siegeskurs, kam aber bei der viertletzten Hürde aus dem Rhythmus und landete auf dem 8. und letzten Platz. Tinch, der nach einem langsamen Start zum Steigerungslauf ansetzte, profitierte. Die Siegerzeit von 13,23 Sekunden war allerdings für seine Verhältnisse nicht berauschend.
In den flachen Sprintdisziplinen feierten die Jamaikanerin Kemba Nelson (100 m Frauen) und der Südafrikaner Sinesipho Dambile (200 m Männer) Erfolgserlebnisse.