- Josh Kerr (GBR) realisiert beim Diamond-League-Meeting in London über die Meile einen neuen Weltrekord.
- Im Stabhochsprung muss Überflieger Armand Duplantis (SWE) seinen Wettkampf wegen Beschwerden am Abduktor aufgeben.
- Der Nigerianer Kayinsola Ajayi gewinnt bei den Männern über die 100 m, Julien Alfred aus St. Lucia ist bei den Frauen über 200 m die Schnellste.
- Schweizer Teilnehmerinnen oder Teilnehmer waren nicht am Start.
Josh Kerr hat beim Diamond-League-Meeting in London den Weltrekord über die Meile (1609 m) gebrochen. Der 28-jährige Schotte lief die Distanz in 3:42,66 Minuten und unterbot damit die fast 27 Jahre alte Bestmarke des marokkanischen Mittelstrecken-Stars Hicham El Guerrouj, der 1999 eine Zeit von 3:43,13 Minuten aufgestellt hatte.
Kerr, Weltmeister über 1500 m von 2023 und Olympia-Silbermedaillengewinner von 2024, hatte bereits seit Monaten angekündigt, in London den Weltrekord über die traditionsreiche, aber nicht olympische Meile angreifen zu wollen.
Verletzungssorgen bei Duplantis
Mit Sorgenfalten wird Armand Duplantis aus London abreisen. Der Stabhochsprung-Überflieger konnte seinen Wettkampf nicht beenden. Dem Schweden, der am Ende trotzdem Zweiter wurde, machten Schmerzen am Abduktor zu schaffen.
«Es wurde immer schlimmer. Ich weiss ehrlich gesagt nicht, wie ich die 5,95 m geschafft habe», sagte der Weltrekordhalter im Interview mit SRF. Er hoffe, dass die Verletzung nicht weiter schlimm sei und er spätestens für die Europameisterschaft in Birmingham (ab 10. August) wieder fit sei. Der Sieg ging an den Amerikaner Sam Kendricks, der ebenfalls 5,95 m übersprang.
Hochkarätige Sprints
Der Sieger über die 100 m der Männer heisst Kayinsola Ajayi. Der Nigerianer stellte mit 9,84 Sekunden einen neuen Landesrekord auf. Hinter ihm klassierten sich der Jamaikaner Oblique Seville (9,87 s) und Romell Glave aus Grossbritannien (9,97 s). Insgesamt liefen sechs Athleten unter 10 Sekunden.
Bei den Frauen unterstrich Julien Alfred ihre Stärke über die 200 m erneut. Die 100-m-Olympiasiegerin wurde in 21,66 s gestoppt und stellte damit erneut eine Weltklasse-Zeit auf. Vor Wochenfrist war die Sprinterin in Monaco in 21,51 s noch schneller unterwegs gewesen. Hinter Alfred klassierten sich 200-m-Spezialistin Gabby Thomas aus den USA (21,81 s) und Shaunae Miller-Uibo (22,24 s) von den Bahamas.
Hodgkinson mit Premiere
In Abwesenheit der Schweizer 800-m-Überfliegerin Audrey Werro feierte Keely Hodgkinson eine Premiere. Die Engländerin gewann vor Heimpublikum ihr erstes Diamond-League-Rennen in diesem Jahr und distanzierte dabei unter anderem Femke Broeders-Bol. Die Niederländerin, die auf diese Saison hin auf die 800 m gewechselt hat, wurde Zweite.
Jackson mit Diamond-League-Rekord
Für eine Überraschung sorgte Cierra Jackson im Diskuswerfen. Die Amerikanerin feierte bei ihrer erst 7. Diamond-League-Teilnahme ihren ersten Sieg – und tat dies gleich mit einem Rekord. Der Diskus der 23-Jährigen segelte im letzten Versuch auf 71,72 m und damit so weit wie noch nie in der Geschichte der Diamond League.