- Nina Brunner und Tanja Hüberli sind beim Beachvolleyball-Turnier in Gstaad im Viertelfinal ausgeschieden.
- Der Finaltag am Sonntag findet somit ohne Schweizer Beteiligung statt.
- Die beiden anderen Schweizer Frauen-Duos mussten sich früher am Samstag in den Achtelfinals verabschieden. Einheimische Männer waren schon länger keine mehr im Turnier.
Nina Brunner und Tanja Hüberli haben den Halbfinal-Einzug beim Heim-Turnier in Gstaad verpasst. Die Schweizerinnen unterlagen dem Duo Katja Stam/Raïsa Schoon (NED) 18:21, 19:21. Nach dem souveränen Sieg im Duell in der Gruppenphase und mit einer 6:4-Bilanz im Rücken waren Brunner/Hüberli favorisiert in den Match gestiegen. Die Hoffnungen des Publikums auf ein Weiterkommen des letzten verbliebenen Schweizer Duos erfüllten sich jedoch nicht.
Im Startsatz riss nach einer 15:13-Führung bei Brunner/Hüberli etwas der Faden. Im zweiten Satz setzten sich die von einer starken Schoon angeführten Niederländerinnen (im April 2022 auf Platz 1 der Weltrangliste) mit 16:12 ab. Die Schweizerinnen wehrten sich zwar nach Kräften. Nach zwei abgewehrten Matchbällen mussten sie sich jedoch geschlagen geben.
Zweimal in 3 Sätzen unterlegen
Bitter war das Scheitern für Anouk Vergé-Dépré/Zoé Vergé-Dépré, die letztjährigen Drittklassierten. In einem Achtelfinal-Duell auf Messers Schneide gegen die Amerikanerinnen Betsi Flint/Kylie De Berg zog das Berner Schwestern-Paar mit 21:19, 14:21, 20:22 den Kürzeren. Im Tiebreak hatten die Schweizerinnen beim Stand von 14:13 und 19:18 je Chancen darauf, den Sack zuzumachen, ausgelassen. Stattdessen verwerteten kurze Zeit später die zähen Herausforderinnen ihren insgesamt 6. Matchball.
Zoé Vergé-Dépré (28) meinte hinterher, dass sie wohl noch einige Tage benötigen würde, um die schmerzhafte Niederlage verdauen zu können. «Denn wir waren nahe dran gewesen und hatten bis zum Schluss gehofft», haderte die jüngere des Teams «Zouk».
Für das Tandem Joana Mäder/Leona Kernen war es zuvor am Samstagmorgen trotz grossem Support auf den Rängen nach der Runde der letzten 16 nicht mehr weitergegangen. Dabei hatten die beiden in der ersten von gleich 3 Affichen Schweiz vs. USA vielversprechend losgelegt. Gegen Megan Kraft/Kelly Cheng rissen sie den Startsatz klar an sich, kamen dann aber vom Weg ab und unterlagen mit 21:14, 17:21, 9:15. «Wir wussten, dass die Gegnerinnen zurückkommen würden. Derweil konnten wir nicht mehr ganz an die Leistung aus Durchgang 1 anknüpfen und agierten zu wenig entschlossen», kommentierte Kernen.