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Enttäuschung an der WM Malcotti verletzt sich: Fecht-Team geht leer aus

Die Schweizer Degenfechter scheiden im Team-Wettbewerb an den Weltmeisterschaften in Hongkong in den Viertelfinals aus.

Ein Fechter in weisser Ausrüstung mit Degen in einer Sporthalle.
Legende: Viertelfinals bedeuteten Endstation Ian Hauri und seine Kollegen scheiterten knapp. Keystone/Peter Schneider

Die Voraussetzungen für eine weitere Schweizer Medaille an der WM in Hongkong schienen perfekt. Mit dem Walliser Lucas Malcotti wussten die Schweizer den Einzel-Weltmeister vom letzten Wochenende in ihren Reihen. Malcotti führte das Team mit herausragenden Leistungen (Plus-16-Bilanz) auch in die Viertelfinals – verletzte sich aber im Achtelfinal im letzten Gefecht gegen den Chinesen Zhang Xinkun am Fuss. Gegen die Ukraine konnte Malcotti anschliessend nicht mehr mittun.

Ohne Malcotti erwiesen sich die Ukrainer als besser und siegten knapp mit 39:37. Zwar führten die Schweizer nach zwei von neun Gefechten mit 8:5. Danach gerieten sie aber mit 13:15 und 17:19 (nach dem sechsten Duell) in Rückstand. Der eingewechselte Sven Vineis und Alexis Bayard schafften nochmals den Ausgleich (23:23). Im wilden letzten Duell musste sich Ian Hauri aber Roman Switschkar mit 14:16 geschlagen geben.

Kein Glück an Grossanlässen

Damit trat in Hongkong das ein, was nach der Weltcupsaison kaum jemand für möglich gehalten hätte. Die Schweizer hatten drei von fünf Konkurrenzen gewonnen. Nach dem Sieg am «Grand Prix de Berne» im Mai meinte Nationaltrainer Daniel Jerant, dass es «für mich schon eine herbe Enttäuschung wäre, wenn es an den Europa- und Weltmeisterschaften nicht zu Medaillen reichen würde».

Genau das ist nun – zumindest für das Team – eingetroffen. Beide Male stand die Ukraine im Weg. An den Europameisterschaften in Frankreich verloren die Schweizer mit Malcotti das Gefecht um Platz 3 gegen die Ukraine mit 31:44. In Hongkong waren die Ukrainer im Viertelfinal wieder zu stark. Zuvor im Weltcup feierten die Schweizer gegen die Ukraine nur Siege, zuletzt beim Sieg in Fujairah (Vereinigte Arabische Emirate) im Viertelfinal mit 40:32.

Auch andere Top-Nationen patzen

Bitter war das Schweizer (Team-)Scheitern auch, weil die stärksten Nationen wie Weltranglisten-Leader Frankreich (in den Achtelfinals gegen Russland), die Weltnummer 3 Italien (in den Achtelfinals gegen Israel) und die Weltnummer 4 Japan (in der Startrunde gegen Grossbritannien) alle schon vor den Schweizern ausgeschieden waren. Der Titel, oder zumindest die Medaille, schien in greifbarer Nähe.

Weil die Schweizer von den Top-Nationen am weitesten kamen, ist möglich, dass sie trotz der WM-Enttäuschung nach der WM die Führung in der Weltrangliste übernehmen werden. Und dank dem Einzeltitel von Malcotti dürfen die Weltmeisterschaften in Hongkong trotz der verpassten Team-Medaille als Erfolg abgebucht werden.

Radio SRF 1, Nachrichten, 26.07.2026, 15:30 Uhr ; 

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