Auf das Schlussbouquet aus

Die ersten Medaillen an der WM in Lahti (Fi) werden am Donnerstag im Skating-Sprint vergeben. Für die vier Schweizer Starter wäre schon eine Final-Qualifikation ein Erfolg.

6 Läuferinnen sprinten im Final. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Sprinten im Pulk Der Final ist 6 Läuferinnen vorbehalten, Laurien van der Graaff (Nummer 30) möchte gerne dazu gehören. EQ Images

  • Dario Cologna schrammte vor 8 Jahren als Vierter knapp an einer Medaille vorbei – seither fand an Grossanlässen kein Schweizer mehr Unterschlupf in den Sprint-Finals (Top 6)
  • Stina Nilsson (Sd) und Johannes Hösflot Klaebo (No) drängten sich zuletzt in die Rolle der Goldfavoriten. Doch die Dichte an Topathleten ist gross.
  • Die Swiss-Ski-Verantwortlichen besetzen in Lahti nur 4 der 8 Startplätze – so präsentieren sich deren Ziele:

    • 1.
      Laurien van der Graaff (29)
      Video «Laurien van der Graaff: «Die Zielgerade spricht für mich»» abspielen

      «Die Zielgerade spricht für mich»

      3:02 min, vom 22.2.2017
      • Sie hat einen Winter ohne Durchhänger hinter sich – stand einmal im Final, zweimal in den Halbfinals. Das Gefühl stimmt, die Zuversicht ist gross.
      • Grossanlässe und Van der Graaff: Das passte bei bislang 4 Teilnahmen nicht zusammen. Als Bestresultat steht ein 21. Rang zu Buche, erreicht bei den Winterspielen 2014.
      • Zum Schutz gibt sie deshalb kein konkretes Ziel aus und will die WM wie ein normales Rennen angehen. Aber: «Ich habe beeinflusst, was ich beeinflussen kann.»
    • 2.
      Jovian Hediger (26)
      Video «Jovian Hediger: «Alles auf grün»» abspielen

      «Alles auf grün»

      3:54 min, vom 22.2.2017
      • Seine Erinnerungen an Lahti sind erfreulich. Hier knackte er erstmals in seiner Karriere im Weltcup die Top 10 (als Siebter im 2013). «Das verleiht positive Energie».
      • Den Schnee vor Ort beschreibt er als kompakt, «exakt so, wie ich es mag». Vor der Zielgeraden weist der Parcours einen langgezogenen Schlussaufstieg auf. Hier lässt sich im Windschatten und mit dem Einsatz von Ellenbogen etwas herausholen.
      • Der Waadtländer will sich mit einer Zielvorgabe keine Grenzen setzen. Vielmehr sagt er: «Ich bin parat bis zum Schluss.» Natürlich wäre der Finalvorstoss für ihn schon ein riesen Erfolg.
    • 3.
      Nadine Fähndrich (21)
      Video «Nadine Fähndrich: «Es kommt gut, wenn ich mich nicht verkrampfe»» abspielen

      «Es kommt gut, wenn ich mich nicht verkrampfe»

      3:02 min, vom 22.2.2017
      • Sie gehörte in diesem Winter in der Qualifikation oftmals zu den Schnellsten, kam aber noch nie über den Viertelfinal hinaus.
      • Die Hauptprobe hat sie verpatzt und in Otepää (Est) den Cut verpasst. «Ich war verkrampft und hatte zu grossen Respekt vor der Abfahrt.»
      • Zu ihrer 1. WM startet sie mit dem Ziel: «Halbfinal im Hinterkopf».
    • 4.
      Roman Furger (27)
      Video «Roman Furger: «Es gibt ein harter Sprint»» abspielen

      «Es gibt einen harten Sprint»

      2:01 min, vom 22.2.2017
      • Die Strecke ist in seinen Augen spannend und anspruchsvoll. «Die zwei längeren Aufstiege liegen mir.»
      • Im Weltcup reichte es noch nie für einen Halbfinal, dies soll sich an der WM ändern. «Denn oft hat nur ganz wenig gefehlt.»
      • Was optimistisch stimmt: Vor weniger Tagen überstand der Urner trotz Sturz den Prolog.

TV-Hinweis

Verfolgen Sie die Sprint-Entscheidungen am Donnerstag ab 16:20 Uhr live auf SRF zwei oder in unserer Sport App.

Sendebezug: SRF zwei «sportaktuell», 21.02.2017 23:00 Uhr