Überlegener Triumph für Freund - Schweizer geschlagen

Severin Freund hat in Falun das WM-Springen von der Grossschanze gewonnen. Der Deutsche triumphierte klar vor Gregor Schlierenzauer und Rune Velta. Als bester Schweizer sprang Gregor Deschwanden auf Platz 17, Simon Ammann wurde 23.

Mit zwei überragenden Sprüngen auf 134 und 135,5 Meter sicherte sich Severin Freund verdient die Goldmedaille. Der Vorsprung des Deutschen auf den rechtzeitig erstarkten Österreicher Gregor Schlierenzauer betrug nicht weniger als 22,3 Punkte. Bronze sicherte sich der Norweger Rune Velta, der in Falun den Wettkampf von der Normalschanze gewonnen hatte.

Mit seinem Sieg beendete Freund eine lange Durststrecke für die stolze Skisprung-Nation Deutschland. Vor 14 Jahren hatte Martin Schmitt in Lahti für den letzten WM-Einzeltitel der DSV-Adler gesorgt.

Deschwanden konstant

Bester Schweizer war wie bereits auf der Normalschanze Gregor Deschwanden. Der Horwer zeigte zwei solide Sprünge auf 122,5 und 121,5 Meter und klassierte sich auf dem 17. Platz. Vor allem beim zweiten Sprung wäre mehr möglich gewesen: «Mir hat in der Luft ein bisschen die Geschwindigkeit gefehlt», analysierte Deschwanden.

Ammann fällt zurück

Simon Ammann, bei Halbzeit auf Rang 14 noch bester Swiss-Ski-Athlet, fiel im Final mit einer Weite von 114 Metern noch auf Position 23 zurück. «Ich hatte einen kleinen Wackler drin und das kann man sich hier überhaupt nicht leisten», sagte der Toggenburger, der dennoch ein positives Fazit zog. «Nach meinem Unfall war es vor allem wichtig, wieder springen zu können.»

Mit Killian Peier war in der Entscheidung noch ein dritter Schweizer am Start. Der Waadtländer beendete den Wettkampf auf Platz 30. Luca Egloff verpasste als 44. die Qualifikation für den 2. Durchgang.

Deschwanden: «Der Speed hat gefehlt»

0:28 min, vom 26.2.2015

Ammann: «War etwas zu direkt»

2:39 min, vom 26.2.2015

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 26.02.15, 16:50 Uhr

Resultate Grosschanze

1. Severin Freund (De) 268,7 (134 m /135,5 m)
2. Gregor Schlierenzauer (Ö) 246,4 (128/130)
3. Rune Velta (No) 242,9 (126,5/128,5)
4. Peter Prevc (Sln) 241,8 (134/125,5). 5. Stefan Kraft (Ö) 237,7 (125/125,5). 6. Anders Bardal (No) 236,5 (131,5/122). 7. Anders Fannemel (No) 233,9 (129/127). 8. Roman Koudelka (Tsch) 233,6 (123,5/124,5). 9. Piotr Zyla (Pol) 229,8 (123/121,5). 10. Markus Eisenbichler (De) 227,9 (122,5/127,5). – Ferner: 17. Gregor Deschwanden (Sz) 214,1 (122,5/121,5). 23. Simon Ammann (Sz) 199,5 (125/114). 30. Killian Peier (Sz) 172,4 (117/108,5). – Ferner nicht im Finaldurchgang: 44. Luca Egloff (Sz) 75,3 (105).