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10. Etappe der Tour de France Pogacar gelingt Revanche – Vingegaard zieht schwachen Tag ein

  • Tadej Pogacar gewinnt die 10. Etappe der Tour de France von Aurillac nach Le Lioran am französischen Nationalfeiertag solo.
  • Der Slowene lanciert am vorletzten Anstieg den entscheidenden Angriff.
  • Jonas Vingegaard muss sich deutlich geschlagen geben – und bangt jetzt gar um seinen zweiten Gesamtrang.

Es war anzunehmen, dass Tadej Pogacar auf der 10. Etappe der Tour de France den Sieg ins Visier nehmen würde. Für den Slowenen war das Teilstück von Aurillac nach Le Lioran nämlich ein spezielles. Vor zwei Jahren hatte er sich im Wintersportort im Zentralmassiv in einem engen Schlusssprint Jonas Vingegaard geschlagen geben müssen. Heuer sann er auf Revanche.

Und Pogacar stellte sicher, dass es am Tag nach dem Ruhetag gar nicht erst zu einem Schlusssprint kam. Am vorletzten Anstieg einer harten Etappe, auf der das UAE Team Emirates einmal mehr ein hohes Tempo angeschlagen hatte, lancierte der 27-Jährige 16 km vor dem Ziel den entscheidenden Angriff. Vingegaard und die restlichen Verfolger dachten gar nicht erst daran, dem Slowenen zu folgen.

Vingegaards 2. Platz in Gefahr

Innert Kürze schnappte sich Pogacar Richard Carapaz (EF Education - EasyPost) an der Spitze des Rennens. Ohne zu zögern flog er am Ecuadorianer vorbei und fuhr solo dem Ziel entgegen. In Le Lioran feierte der Slowene seinen dritten Etappensieg des Jahres und den 24. insgesamt.

32 Sekunden hinter Pogacar fuhr nicht etwa Vingegaard, sondern Remco Evenepoel auf Platz 2. Der Belgier gewann den Sprint der Verfolger klar, während der Däne des Teams Visma - Lease a Bike erst zwölf Sekunden hinter Red-Bull-Fahrer Evenepoel sichtlich erschöpft im Ziel ankam.

Radfahrer in gepunktetem Trikot während eines Rennens mit Menschenmengen im Hintergrund.
Legende: Kommt nur als 6. ins Ziel Jonas Vingegaard. Keystone/EPA/ GUILLAUME HORCAJUELO

Während Pogacars Vorsprung im Gesamtklassement nun bereits über 3:30 Minuten beträgt, ist der Kampf um den zweiten Platz hochspannend. Vingegaard liegt nur noch 30 Sekunden vor dem drittplatzierten Evenepoel. Auch Juan Ayuso (ESP/Lidl-Trek) und der Decathlon-Fahrer Paul Seixas (FRA) liegen weniger als eine Minute hinter dem Dänen.

Kein französischer Freudentag

Besonders für die französischen Fahrer ist die Etappe am 14. Juli jeweils eine spezielle. Ein Sieg am Nationalfeiertag hätte eine riesige Bedeutung. Dementsprechend versuchten viele Franzosen, in die morgendliche Fluchtgruppe zu gelangen und darauf zu hoffen, dass diese bis zum Ziel durchkommt. Das Profil der Etappe liess durchaus Hoffnung auf einen Sieger aus der Spitzengruppe aufkommen.

Doch das UAE Team Emirates hatte bekanntlich andere Pläne. Der über 30-köpfigen Fluchtgruppe gewährte die Mannschaft von Pogacar nie mehr als zwei Minuten Vorsprung. Weit vor dem Ziel wurde sie wieder gestellt. So konnten die UAE-Fahrer ungehindert den siegbringenden Angriff ihres Leaders vorbereiten. Immerhin aus französischer Sicht: Shootingstar Seixas beendete die Etappe auf Platz 3.

So geht es weiter

Nach der harten Etappe am französischen Nationalfeiertag steht am Mittwoch eine Flachetappe auf dem Programm. Auf den 161,3 km von Vichy nach Nevers müssen die Fahrer zwei Anstiege der vierten Kategorie bewältigen.

Tour de France

SRF zwei, sportlive, 14.7.2026, 15 Uhr ; 

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