Fanny Smith: Die Überfliegerin will Olympia-Gold

Skicrosserin Fanny Smith ist eine der grossen Schweizer Medaillen-Hoffnungen in Sotschi. Am Freitag startet sie in Kanada in die Olympia-Saison - mit klaren Zielen.

Um ihre Olympia-Ambitionen macht Fanny Smith kein Geheimnis: «Ich will Gold. Das ist das Ziel eines jeden Athleten auf diesem Niveau», sagt die 21-Jährige aus Aigle. Sie gibt aber zu bedenken: «Im Skicross weiss man nie, was passiert.»

Smith spricht aus Erfahrung. Bevor sie in der letzten Saison vier Rennen gewann, sich den Gesamtweltcup sicherte und Weltmeisterin wurde, hatte sie ein ganzes Jahr wegen eines Kreuzbandrisses verpasst.

In Kanada in Topform

Vor den beiden anstehenden Auftakt-Rennen im kanadischen Nakiska am Freitag und Samstag vermeldet Smith, dass sie in Topform sei. «Ich habe alles gemacht, um in Form zu sein und stehe bei 100 Prozent.» Doch auch hier relativiert die Juniorinnen-Weltmeisterin von 2010 und verweist auf die Konkurrenz: «Man weiss halt nie, wie die Gegnerinnen im Sommer trainiert haben.» Die ersten Wettkämpfe werden Antworten liefern.

Gute Erinnerungen ans Vorjahr

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Alex Fiva «l'homme à battre»

Alex Fiva «l'homme à battre»

Bei den Männern steigt Alex Fiva als grosser Favorit in die neue Saison. Der schweizerisch-amerikanische Doppelbürger gewann letzte Saison den Gesamtweltcup. Den harten internen Konkurrenzdruck empfindet er als grossen Vorteil: «Wenn man bei uns im Team dabei ist, sieht es auch im weltweiten Vergleich gut aus.»

Ein guter Saisonstart in den Rocky Mountains würde nicht überraschen. Vor einem Jahr triumphierte Smith an gleicher Stätte und liess dem Auftakterfolg umgehend zwei weitere Siege in Telluride (USA) und Val Thorens (Fr) folgen.

Kein Wunder, hat die Waadtländerin gegenüber der letztjährigen Vorbereitung nichts geändert. «Dazu gab es keinen Grund», sagt Smith, die mit dem ehemaligen Schweizer Snowboardcross-Weltmeister Guillaume Nantermod zusammenarbeitet.

Olympia-Quali Formsache

Zwar muss Smith die Qualifikation für Sotschi erst noch definitiv schaffen. Doch eine Top-16-Klassierung als Bestätigung der bereits zur Hälfte erfüllten A-Limite dürfte für eine wie sie in den neun Weltcup-Rennen vor Olympia zum Kinderspiel werden.

Und dann käme die Westschweizerin in ihrem noch jungen Alter zu ihrer zweiten Teilnahme an Winterspielen. Denn in Vancouver 2010 war Smith bereits dabei und mit 17 Jahren die jüngste Schweizer Teilnehmerin. Sie gewann als Siebte prompt ein Diplom. Das wäre ihr in Sotschi zu wenig.